Radsport Gute Aussichten fürs Team Sportforum

Kaarst · Das Rennradteam aus Büttgen freut sich auf die am Wochenende beginnende Bundesliga-Saison. Die Vorbereitungen waren intensiv, denn die Ziele sind wie immer hoch. Darüber hinaus gab es einige personelle Veränderungen im Kader.

 Im Trainingslager in Calpe/Spanien: (v.l.) Erik Vranken, Jonathan Hamm, Florian Dreis, Campo Schmitz, Julius Domnick und Philipp Jesumann .

Im Trainingslager in Calpe/Spanien: (v.l.) Erik Vranken, Jonathan Hamm, Florian Dreis, Campo Schmitz, Julius Domnick und Philipp Jesumann .

Foto: Lars Witte

Die vergangenen zwei Jahre waren für viele Branchen schwierig. Auch der Radsport kam nicht um die Corona-Pandemie herum. Zahlreiche Rennen und Veranstaltungen mussten abgesagt oder verschoben werden. Umso glücklicher ist das Büttgen beheimatete Team Sportforum, einigermaßen normal in die Saison 2022 starten zu können.

„Das Jahr 2021 war leider in seiner ersten Jahreshälfte noch immer stark von Corona geprägt“, blickt Teamchef Lars Witte zurück. „Die vielen Absagen sorgten für einen überschaubaren Rennkalender. In der zweiten Jahreshälfte war das Team dann vor allem bei Rennen der Schwalbe Topcompetitie und einigen UCI-Rennen in Holland am Start.“ Wichtige Wettkampfpraxis, sagt er: „Die Jungs haben von Rennen zu Rennen immer besser hineingefunden. Als stärkster Fahrer war Julius Domnick immer wieder mit Platzierungen in den Top 20 unterwegs.“

Vor der anstehenden Saison gab es nun einen großen Umbruch: Mehr als die Hälfte der Fahrer sind neu, zudem wurde das Team auf 13 Mitglieder vergrößert. Zu den Neuzugängen zählen unter anderem die seit vielen Jahren dem VfR Büttgen angehörenden Florian Dreis und Sven Thurau. Dreis steigt aus der Juniorenklasse auf und ist zugleich jüngster Fahrer im Team. Sven Thurau nahm in den vergangenen Jahren an vielen hochkarätigen Rennen im In- und Ausland teil und möchte diese Erfahrungen nun an alter Wirkungsstätte weitergeben. Auch der Sportliche Direktor ist in Christoph Kronenberg neu. Darüber hinaus konnte das Team einige neue Kooperationspartner gewinnen – so geht die junge Truppe in dieser Saison als Team Sportforum p/b MyFitness Apotheke an den Start. Außerdem kann das Team weiterhin auf viele treue Partner bauen, etwa Radsport Schumacher direkt vor der Haustür. Die Saisonvorbereitungen liefen sehr gut. „Wir konnten im heimischen Sportforum Kaarst-Büttgen zwei gemeinsame Teamtreffen absolvieren und Mitte Februar in unserem zweiwöchigen Trainingslager bei bestem Wetter im spanischen Calpe noch einmal richtig Kilometer sammeln“, sagt Kronenberg zufrieden. „Vor allem das anschließende Trainingslager war für alle nochmal ein richtiger Form- und Motivationsschub.“

Besonders glücklich ist das Team darüber, in dieser Saison eine zentralere Trainingsbetreuung etabliert zu haben. Luke Derksen und Dr. Lasse Langner kümmern sich individuell um die Fahrer und können dabei immer wieder auf den Kooperationspartner Wattwerk zurückgreifen. Entsprechend hoch ist Vorfreude bei den Fahrern, die abschließenden Trainingsrennen in Venlo und Emmen waren genau die richtige Einstimmung auf den Bundesligastart. „Alle haben Bock, gemeinsam, füreinander und miteinander Rennen zu fahren und für den Erfolg zu kämpfen – so kann man unsere Motivation beschreiben“, sagt Witte stolz. „Wir haben ein starkes Team und möchten bereits am Wochenende beim ersten Bundesligarennen in Bruchsal Akzente setzen. Wir müssen uns nicht verstecken und werden offensiv unsere besten Fahrer zu platzieren wissen.“

Das Team Sportforum hat sich nämlich auch in diesem Jahr hohe Ziele gesetzt. „Wir wollen auf Dauer die beste Amateurmannschaft der Deutschen Bundesliga sein“, betont Kronenberg. „Ich denke, es muss darum der Anspruch des Teams sein, bei den Rennen stets ums Podest zu kämpfen.“

Die Mannschaft ist in dieser Saison gleich doppelt gefordert: Zusätzlich zur Deutschen Bundesliga besetzt das Sportforum als einziges deutsches Team einen festen Startplatz in der niederländischen Schwalbe Topcompetitie. Diese beiden Serien werden auch die Schwerpunkte bilden. „Darüber hinaus möchten wir in 2022 auch noch UCI-Rennen bestreiten und bei Rundfahrten an den Start gehen“, führt Witte aus und stellt abschließend fest: „Wir blicken sehr optimistisch auf die bevorstehende Saison.“