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Starkes Feld bei Tennisturnier im Meerbuscher Teremeer

Umzug von Kaarst nach Meerbusch : Starkes Feld beim internationalen Tennisturnier im Teremeer

Wie es aussieht, kann die Veranstaltung der ITF Men’s World Tennis Tour im April erstmals in Meerbusch stattfinden. Ein ausgefeiltes Hygienekonzept macht’s möglich. Das Preisgeld wurde auf 25.000 Dollar erhöht.

Die vermeintliche Premiere im Jahr 2020 stand schon mal unter keinem guten Stern. Schließlich musste das „Kirschbaum International“ als Turnier der ITF Men’s World Tennis Tour, so etwas wie dritte Liga im internationalen Tenniszirkus, ausgerechnet im ersten Jahr nach dem Umzug von der Tespo in Kaarst ins Meerbuscher Teremeer wegen Corona abgesagt werden. Doch für den neuerlichen Versuch vom 11. bis 18. April sieht es aktuell so aus, als könnte gespielt werden. Und das auch noch mit hochkarätigen Teilnehmern.

„Das ist einfach ein Hammerfeld“, sagt Veranstalter Marc Raffel beim Blick auf die offizielle Meldeliste des internationalen Tennisverbandes ITF. Raffel geht auch davon aus, dass trotz der steigenden Infektionszahlen nichts gegen eine Ausrichtung des Turniers spricht: „Unser Hygienekonzept angesichts des Coronavirus ist mit Hilfe des Deutschen Tennis Bundes entwickelt worden, genügt höchsten Ansprüchen und ist vom zuständigen Gesundheitsamt genehmigt.“ Weil die Meerbuscher Firma Just Pools als neuer Presenting Partner eingestiegen ist, firmiert das Tennisevent jetzt unter dem Namen „Just Pools Kirschbaum International“, das Preisgeld wurde auf 25.000 Dollar erhöht. Neben dem finanziellen Anreiz hält das Turnier für den Sieger aber auch noch 20 ATP-Weltranglistenpunkte bereit.

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Dafür muss aber einiges getan werden, denn der Veranstalter kündigt eine in der 15-jährigen Veranstaltungsgeschichte noch nie dagewesenen Konkurrenz an. So wird das Starterfeld angeführt vom Deutschen Jungstar Rudi Molleker (beste Weltranglistenposition 146. im Juli 2019). Der erst 20-jährige Deutsche, der sich schon zweimal für ein Grand-Slam-Hauptfeld qualifizierte und dabei so prominente Spieler wie Casper Ruud (Norwegen) und Leonardo Mayer (Argentinien) bezwungen hat, will in Meerbusch durchstarten.

Ebenfalls starten werden Zizou Bergs (Belgien) und Jan Choinski (Großbritannien). Choinski stand sogar 2018 im Finale des ATP-Turniers, das ebenfalls im Meerbusch über die Bühne geht. In Vaclav Safranek (Tschechien) ist die Nummer 352 der Weltrangliste der letzte angenommene Spieler im Hauptfeld. „Das zeigt die enorme Qualität des 32er-Feldes“, so Raffel. Jedoch werden sich auch viele deutsche Tennisprofis in Meerbusch vorstellen. So erhalten die Nachwuchscracks Marvin Möller (Hamburg), Markus Wiskandt (Mönchengladbach) und Milan Welte (Saarbrücken) eine sogenannte Wildcard des Deutschen Tennisbundes. „Ich bedanke mich beim Deutschen Tennis Bund und der ITF, dass wir die Veranstaltung deutlich aufwerten konnten“, so Marc Raffel. Alle Spiele aus Meerbusch werden übrigens live per Internet-Stream zu sehen sein, genaue Informationen folgen auf www.kirschbaum-international.de