2. Handball-Bundesliga Bayer Dormagen meldet sich bärenstark zurück

Die Spieler des TSV haben die passende Antwort auf die schwache Vorstellung bei der Niederlage vor einer Woche gegen den Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck gegeben. Am Freitagabend besiegten sie in eigener Halle den favorisierten ASV Hamm-Westfalen hoch verdient mit 27:19.

 Die Trainer Michael Lerscht und Dusko Billanovic werden nach der Partie von Detlev Zenk (v.l.) interviewt.

Die Trainer Michael Lerscht und Dusko Billanovic werden nach der Partie von Detlev Zenk (v.l.) interviewt.

Foto: David Beineke

Es bleibt dabei: Die Spieler des Handball-Zweitligisten TSV Bayer Dormagen fühlen sich in der Außenreiterrolle am wohlsten. Wie schon zu Beginn der Saison, als sie einer unerwarteten Niederlage gegen den Aufsteiger Dessau-Roßlauer HV einen Sieg gegen die SG BBM Bietigheim folgen ließen, gaben sie am Freitagabend die passende Antwort auf die schwache Vorstellung bei der völlig unerwarteten 28:30-Schlappe vor einer Woche beim Liga-Neuling TuS Fürstenfeldbruck. Die Mannschaft von Dusko Bilanovic setzte sich in eigener Halle gegen den hoch gehandelten ASV Hamm-Westfalen souverän und auch in der Höhe völlig verdient mit 27:19 (13:11) durch.

„Meine Jungs haben genau das umgesetzt, was wir die ganze Woche besprochen haben. Ich muss die Abwehr loben. Vor allem in der zweiten Halbzeit waren wir hoch konzentriert und haben so gut wie nichts mehr zugelassen“, sagte TSV-Coach Dusko Bilanovic nach der Partie. Und wenn dann doch mal etwas durchkam, war Torwart Martin Juzbasic zur Stelle, der immer besser in Fahrt kommt. In Abwesenheit des verletzten Sven Bartmann entwickelt sich der Kroate zu einem ganz wichtigen Rückhalt der Mannschaft. Gleich bei der ersten Angriffsaktion der Gäste entschärfte Juzbasic einen Wurf von Marten Franke, so dass wenig später Dormagen Rechtsaußen Jakub Sterba, dessen Vertragsverlängerung bis 2023 kurz vor der Partie bekanntgegeben worden war, die 1:0-Führung der Gastgeber erzielen konnte. Das 2:0 ließ Joshua Reuland folgen, der am Freitagabend zum mit Abstand besten Torschützen der Partie avancierte. Sechsmal traf er aus dem Spiel, sechsmal bei sechs Versuchen von der Siebenmeterlinie.

Was die Gäste auch versuchten, sie konnten nicht einmal im Verlauf der Partie ausgleichen, geschweige denn in Führung gehen. War es zur Pause noch relativ knapp, setzten sich Dormagener nach dem Seitenwechsel kontinuierlich ab und zogen Hamm, bei denen der Ex-Dormagener Jo Gerrit Lenz nicht einen einzigen Treffer erzielen konnte und sogar einen Siebenmeter vergab, mit ihrer konzentrierten und aggressiven Abwehrarbeit alsbald den Zahn. Irgendwann vermittelten sie sogar den Eindruck, als hätten sie sich in ihr Schicksal ergeben. „Das war ein verdienter Sieg für Dormagen und ernüchternd für uns. Dormagen hat in der zweiten Hälfte stark verteidigt, da haben wir keine Lösungen gefunden. Da kann ich nichts schönreden“, meinte ASV-Coach Michael Lerscht. Den Gästen war nach drei Wochen Pause der fehlende Rhythmus anzumerken, die Niederlage in Dormagen war nach einem starken Saisonstart bereits die dritte in Folge.

Für Dormagen geht es bereits am Dienstag mit dem Nachholspiel beim HSV Hamburg weiter. Die Partie wurde auf 18 Uhr vorverlegt. Derweil wurde auch das ausgefallene Auswärtsspiel der Dormagener gegen EHV Aue neu terminiert. Es findet am 4. März 2021 um 19 Uhr statt. Daraus macht der TSV dann einen längeren Aufenthalt in Ostdeutschland. Denn das eigentlich für den 3. März angesetzte Rückspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV wird auf den 2. März vorverlegt.