HTC erwartet starken Rheydter SV zum Rückrundenstart: Starke Polen an die Kette legen

HTC erwartet starken Rheydter SV zum Rückrundenstart : Starke Polen an die Kette legen

Hockey spielen die Jungs vom HTC Schwarz-Weiß Neuss eigentlich gerne. Trotzdem: Ihnen wäre es recht, wenn die Feldsaison 2001 jetzt schon zu Ende wäre. Der Grund ist klar: der HTC steht als Aufsteiger auf Platz sechs - das wäre der Klassenerhalt. Eine trügerische Position, die durch einen Punktgewinn am Samstag gegen den Rheydter SV aber gestärkt werden könnte. Zum Rückrundenauftakt der Hockey-Bundesliga erwartet Aufsteiger HTC SW Neuss den Rheydter SV an der Jahnstraße. Will man den spielstarken Gästen, die zahlreiche polnische Nationalspieler in ihren Reihen haben, Paroli bieten, geht das nur über eine konzentrierte Leistung in der Defensive. NGZ-Foto: A. Woitschützke

Hockey spielen die Jungs vom HTC Schwarz-Weiß Neuss eigentlich gerne. Trotzdem: Ihnen wäre es recht, wenn die Feldsaison 2001 jetzt schon zu Ende wäre. Der Grund ist klar: der HTC steht als Aufsteiger auf Platz sechs - das wäre der Klassenerhalt. Eine trügerische Position, die durch einen Punktgewinn am Samstag gegen den Rheydter SV aber gestärkt werden könnte. Zum Rückrundenauftakt der Hockey-Bundesliga erwartet Aufsteiger HTC SW Neuss den Rheydter SV an der Jahnstraße. Will man den spielstarken Gästen, die zahlreiche polnische Nationalspieler in ihren Reihen haben, Paroli bieten, geht das nur über eine konzentrierte Leistung in der Defensive. NGZ-Foto: A. Woitschützke

Die Truppe von der Jahnstraße geht nach den beiden Klasse-Spielen gegen die Spitzenmannschaften von der Waterkant mit gestärktem Selbstbewusstsein in die Partie gegen Rheydt (Samstag, 16 Uhr, Jahnstraße). "Ich hoffe, dass alle den Gong gehört haben", sagt dann auch Peter Kloimstein, der sportliche Leiter der Neusser. Er spricht damit die Disziplin innerhalb des Mannschaftsgefüges an. Wie das funktionieren kann, zeigten die Schwarz-Weißen in den beiden Partien gegen Tabellenführer UHC und den amtierenden Meister Harvestehude. Allerdings: Kloimstein muss sich Sorgen um zwei seiner Stammspieler machen.

Zwar versuchte Mark Brüse, noch geschwächt durch Antibiotika-Einnahme, am Dienstag im Trainingsspiel gegen den Düsseldorfer HC (3:0) sein Comeback, aber man sah ihm an, dass die Kraft noch fehlte. Gegen Rheydt will er es wieder versuchen. Das wäre auch wichtig, denn Brüse ist der auserkorene Ecken-Herausgeber Nummer eins. Ohne ihn funktionierten die Ecken zuletzt überhaupt nicht. Noch gravierender wäre der Ausfall von Max Klink. Der Mittefeldmotor hat in dieser Woche mit einem dicken Knie aussetzen müssen.

Ansonsten gilt für Kloimstein: "Mit der Leistung vom vorigen Wochenende ist gegen jeden etwas drin." Wohlwissend, dass Rheydt eine ganz harte Nuss ist. Schon im Hinspiel beim 1:0-Erfolg dominierte der RSV eindeutiger als es das Ergebnis aussagt. Rheydt war eigentlich neben Alster die einzige Mannschaft, gegen die Neuss in der Hinrunde keine Chance hatte. Nicht umsonst ist der Nachbar momentan Tabellenvierter und spielt im Konzert der Großen mit. Fast hätte man am letzten Spieltag dem UHC die erste Niederlage beigebracht. Nach 3:0- und 4:1-Führung musste sich die Truppe von Trainer Herbert Zangerle noch mit einem 4:4 zufrieden geben.

Trotzdem ist das inzwischen offen ausgesprochene Saisonziel "Play-off-Platz" in Reichweite. Für den Aufschwung gesorgt hat vor allen Dingen die Aufstockung der polnischen Kolonie: Zu dem schon im vorigen Jahr brandgefährlichen Stürmer Karol Podzorski sind mit Piotr Mikula und Tomasz Szmidt zwei weitere polnische Nationalspieler dazugekommen. Neuss wird gegen die Offensivkraft des RSV nur dagegenhalten können, wenn Kloimsteins Defensivkonzept aufgeht - und wenn endlich einmal mehr Zuschauer dem Aufsteiger den Rücken stärken. Sportfans wird ein toller Samstag geboten: erst zum HTC, dann zum Sommernachtslauf.

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