Hockey : Starck trainiert die Hockey-Mädels

Auf der Suche nach einem Nachfolger für den nach der Hallensaison auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Trainer Darek Musialowski hat Hockey-Bundesligist HTC Schwarz-Weiß Neuss die interne Lösung gewählt. Seit gestern ist Simon Starck offiziell im Amt. Mit der Beförderung vom Co- zum Cheftrainer sei der Verein der Empfehlung der Mannschaft gefolgt, erklärte Hockey-Abteilungsleiter Andreas Schwarz: "Simon war die Wunschlösung der Mädels.

" Da der 33-Jährige beim HTC auch als Spieler im Einsatz ist und mit den "Herren in die 1. Bundesliga aufsteigen will", hatte er mit seiner Zusage zunächst gezögert, suchte erst das Gespräch mit Manager Horst Busse: "Ich stand und stehe bei ihm im Wort, deshalb habe ich meine Entscheidung von seiner Entscheidung abhängig gemacht." Die Doppelbelastung wird der als Selbstständiger für das Unternehmen Asics als Vertriebsrepräsentant im Bereich Hockey tätige Volkswirt erst mal nur bis zum Ende der Feldsaison auf sich nehmen.

"Aber die Perspektive ist schon, dass er als Trainer längerfristig bei uns bleibt", versichert Schwarz. Starck, der in der Kölner Südstadt wohnt, verfügt zwar über keinerlei Erfahrung als verantwortlicher Trainer im Seniorenbereich, spielte bis zu seinem Engagement in Neuss aber mit dem Marienburger SC und dem Rheydter SV für gut ein Jahrzehnt in der 1. und 2. Liga. An die Jahnstraße hatte ihn vor knapp zwölf Monaten Musialowski geholt.

"Ich kenne Darek schon lange, habe in Köln als Spieler unter ihm trainiert. Und als er mich fragte, ob ich mir vorstellen könne, in Neuss als sein Co-Trainer zu arbeiten, habe ich zugesagt. Wir beide haben eine ganz ähnliche Hockey-Philosophie." Probleme in seiner neuen Rolle befürchtet er darum nicht, zumal er bereits in der laufenden Saison verstärkt in die Taktik-Arbeit eingebunden war. Schon seit Ende Januar ist er mit der Vorbereitung auf die am 9.

April fortgesetzte Feldsaison befasst. Sein Plan: "Unser Minimalziel bleibt natürlich der Klassenerhalt – und die einfachste Möglichkeit ist da, in die Play-offs zu kommen." Dirk Sitterle

(NGZ)