1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Wieder Schützenhilfe für die Straßenkinder in La Paz: Ständige Brücke der Hilfsbereitschaft

Wieder Schützenhilfe für die Straßenkinder in La Paz : Ständige Brücke der Hilfsbereitschaft

Eine Brücke der Hilfsbereitschaft um die halbe Welt verbindet die kleine niederrheinische Stadt Korschenbroich mit der Anden-Metropole La Paz. Schützenhilfe für die Straßenkinder der bolivianischen Hauptstadt kommt von den Korschenbroicher Bruderschaften.

Über die Kinder-Direkt-Hilfe Korschenbroich, die von den Schützenbrüdern mitgetragen wird, erfährt der aus Mönchengladbach stammende Pfarrer Josef Neuenhofer großzügige Unterstützung für sein Hilfswerk "Arco Iris" (Regenbogen). Die Kinderklinik, deren Bau seit drei Jahren mit Spenden vom Niederrhein gefördert wird, soll in diesem Herbst ihre Pforten öffnen. Noch fehlen Neuenhofer um die 500.000 Mark, um das Werk zu vollenden. Jürgen Hüsges, Initiator und Organisator der Hilfsaktion, hofft darauf, nach Pfingsten mit einem stattlichen Betrag helfen zu können.

Zum Korschenbroicher Schützen- und Heimatfest "Unges Pengste" verkaufen Hüsges und seine Freunde 25.000 Lose für die schon traditionelle Pfingsttombola. Zudem ist ein Spendenkonto eingerichtet: 151 555, Stadtsparkasse Korschenbroich (BLZ 310 512 40). Unterstützung erfährt die Kinder-Direkt-Hilfe Korschenbroich aber auch von zahlreichen Bürgern und Vereinigungen. Jürgen Hüsges gegenüber der NGZ: "Längst hat die Hilfsbereitschaft die gesamte Region erfasst." Neben Einzelspenden gibt es Sammlungen aus Anlass von Geburtstagen oder Jubiläen, helfen Schulen und Kindergärten mit dem Erlös von Festen und Wohltätigkeitsmärschen.

Hüsges, der in Schulen und Vereinen für das Hilfsprojekt wirbt und in Wort- und Diavorträgen Pfarrer Josef Neuenhofers wohltätiges Wirken für die Straßenkinder von La Paz vorstellt, weiß, dass jede gespendete Mark für die bedürftigen Kinder verwandt wird. Hüsges: "Unsere Kinder-Direkt-Hilfe hat keine Verwaltungskosten." Wie Hüsges selbst sind alle Helfer ehrenamtlich und ohne Aufwandsentschädigung tätig. Bevor der engagierte Neersbroicher nun an den "Unges Pengste"-Tagen erneut die Werbetrommel für die Kinder-Direkt-Hilfe rührt, konnte sich Jürgen Hüsges in der Vorwoche noch einen stattlichen Scheck in der Kleinenbroicher Realschule abholen.

Bei strahlendem Wanderwetter hatten sich alle 29 Realschulklassen mit 788 Schülern und Schülerinnen zu einem Wohltätigkeitsmarsch angemeldet. Die Teilnehmer konnten zwischen einer Zehn- beziehungsweise 15-Kilometer-Strecke auswählen. Besonders aktiv waren dabei die Zehn- bis Zwölfjährigen. Das Rekordergebnis von 2.332 Mark erwanderte die Klasse 6 b mit ihren Klassenlehrinnen Engau und Meyer-Golek.