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Korschenbroich: Stadt sucht Partner zur Stadtwerke-Gründung

Korschenbroich : Stadt sucht Partner zur Stadtwerke-Gründung

Wie sich die Stadt Korschenbroich künftig in Sachen Stromversorgung positioniert, ist weiterhin offen. Das EU-weite Ausschreibungsverfahren ist in Vorbereitung. Parallel zu der vorgeschriebenen Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist die Suche nach möglichen Partnern angelaufen.

"Die Ausschreibung soll erkunden, ob es für uns lukrative Partner am Markt gibt", skizzierte Stadtkämmerer Bernd Dieter Schultze das Prozedere. Die Bewerbungsfrist für die Stromanbieter läuft am 25. Januar 2011 ab.

Die Betonung liegt dabei auf lukrativ. Und so lässt sich Korschenbroichs Bürgermeister Heinz Josef Dick beim Thema Stadtwerke alles offen: "Wir sind entschlossen, aber nicht wildentschlossen", erklärte er jetzt gegenüber der Presse. Für ihn macht nur eine wirtschaftliche Kooperation Sinn: "Sie muss sich lohnen." Und wenn das nicht der Fall ist, schließt Dick eine Verlängerung der Konzessionsverträge mit den bisherigen Stromanbietern RWE und NVV nicht aus. Die Verträge sind noch bis zum 31. Dezember 2012 gültig.

Nach neuen Konzessionsverträgen sieht es derzeit aber weniger aus: Schließlich hat sich der Stadtrat bereits in seiner März-Sitzung über verschiedene Möglichkeiten informiert und einen Grundsatzbeschluss verfasst. Damit wurde die Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit der Kölner Beratungsgesellschaft "Rödl & Partner" die Weichen für eine Stadtwerke-Gründung zu stellen. Allerdings hat die Politik noch die Option, "jederzeit die Notbremse zu ziehen". Die Ratsfraktionen werden sich Mitte 2011 endgültig entscheiden müssen.

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Insider wollen aber jetzt schon wissen, dass es nur einen möglichen Strompartner für die Stadt Korschenbroich geben wird. Der Grund: die Größe der Stadt. Und langfristig gesehen, könne der auch mehr liefern, als nur Strom. Als weiteres Geschäftsfeld wurde Gas bisher schon mehrfach offen angesprochen.

Und in Sachen Straßenbeleuchtung kann sich der Stadtkämmerer Schultze auch eine Kooperation vorstellen. Das Netz der Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet könnte man aus Sicht Schultzes auch unter dem Dach eines Stadtwerke-Gesellschafters zusammenfassen. Die Ausgaben sind schließlich üppig: "An Unterhaltskosten sind für 2010 allein 258.000 Euro angefallen." Übrigens: Die Konzessionsverträge für Gas laufen Ende 2018 aus.

(NGZ)