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Korschenbroich: Stadt sucht "Ökologen" auf Zeit

Korschenbroich : Stadt sucht "Ökologen" auf Zeit

Der Fachbereich Naturschutz wurde bislang von vier Zivildienstleistenden unterstützt. Jetzt sollen zwei Freiwillige den Job übernehmen. Die Stadt Korschenbroich bietet Schulabgängern erstmals die Gelegenheit, zu einem "Freiwilligen Ökologischen Jahr". Start: 1. August.

Der Zivildienst läuft aus. Die Veränderungen bekommen die Betreiber nicht nur in den Krankenhäusern und in den Altenpflegeheimen zu spüren: Die Stadt Korschenbroich kann im Fachbereich "Naturschutz und Landschaftspflege" künftig auch nicht mehr auf die Hilfe junger Zivildienstleistender zurückgreifen. Vier Arbeitskräfte fallen durch die Gesetzesänderung weg. Jetzt sucht die Stadt nach einer Alternative. Sie bietet erstmals Plätze für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ).

Bei dem FÖJ handelt es sich um ein Projekt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR). Der LVR ist Träger des Projektes, das er NRW-weit an 50 Einsatzstellen ermöglicht – unter anderem auch in Korschenbroich. "Wir haben als Stadt die Berechtigung erhalten, diese Plätze einzurichten", freut sich Bürgermeister Heinz Josef Dick. "Wir bieten Jugendlichen von Hauptschule, Realschule und Gymnasium, die Chance, mit uns zu arbeiten."

Theo Verjans und Claudia Schröder sind die beiden, mit denen die Jugendlichen direkt zusammenarbeiten. "Sie weisen sie ein und leiten sie an, so dass die FÖJ-Teilnehmer auch direkt von den Erfahrungen des Kollegenteams profitieren. Sie gehören dazu", sagt Dick. Und noch eines ist dem Verwaltungschef bei allem Nutzen für die Stadt wichtig: "Das FÖJ bietet Jugendlichen in der entscheidenden Phase der Berufsfindung eine Möglichkeit, die Wünsche an der Wirklichkeit zu messen. Wer sich die Frage stellt, wie er aus seinem Interesse an Tieren und Pflanzen einen Beruf macht, ist bei uns genau richtig."

Theo Verjans, der künftig auf vier Zivis verzichten muss, freut sich über die Option. So kann er wenigsten zwei Kräfte ersetzen. Für ihn ist damit aber auch absehbar, dass mit dem verkleinerten Team die Pflegestandards dauerhaft nicht mehr gehalten werden können. Doch zunächst hofft der promovierte Biologe erst einmal, dass "die Stadt zwei Freiwillige findet". Schließlich sei die Bewerbungsfrist mit dem 31. Mai recht knapp gefasst.

Das Angebot zum FÖJ richtet sich vor allem an junge Erwachsene, die sich im Übergang von der Schule in eine berufliche Ausbildung oder in einem Studium befinden. "Wir freuen uns über Bewerber aller Schulformen", sagt Theo Verjans. Pro Monat gibt's für die Freiwilligen im Fachamt dann auch ein Taschengeld von 257 Euro, 50 Euro davon übernimmt die Stadt Korschenbroich.

Und was gibt's im FÖJ zu tun? Das Aufstellen von Info-Tafeln, die Instandhaltung von Nisthilfen für Insekten und die Neugestaltung eines Kräutergartens gehören ebenso zur Arbeit, wie die Hilfe bei der Planung von Umweltprojekten auf der Hochzeitswiese und anderswo. Wer interessiert ist, kann sich direkt an Theo Verjans (Tel. 02161 6123146) wenden und mit ihm zeitnah die Bewerbung durchsprechen.

(NGZ)