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Korschenbroich: Stadt saniert ihre Schuldächer

Korschenbroich : Stadt saniert ihre Schuldächer

In Korschenbroich nutzt die Stadt die unterrichtsfreie Zeit, um ihre Schulen zu sanieren. Das Dach der Andreas-Schule lässt sich noch reparieren. Ein Gymnasium-Gebäude bekommt ein neues Dach. Kosten: 140 000 Euro.

So schwierig die Haushaltslage der Stadt Korschenbroich auch ist, an zwei Schulen im Stadtgebiet geben derzeit die Handwerker den Ton an. Das marode Dach der Andreas-Grundschule wird für gut 50 000 Euro abgedichtet. "Mit einer Reparatur am C-Gebäude des Gymnasiums hätten wir nichts mehr ausrichten können", spricht Michael Deprez, Technischer Leiter des Städtischen Gebäudemanagements, offen die gravierenden Mängel an. "Bei Starkregen haben wir schon Eimer in den Klassenräumen aufgestellt. Die altersbedingten Schäden waren einfach zu gravierend." Die Investitionssumme gibt Stadtkämmerer Bernd Dieter Schultze mit rund 90 000 Euro an. Sein Trost: "Das ist die erste Dachsanierung. Das C-Gebäude hat sich mehr als 40 Jahre gut gehalten." Es stammt von 1966 und wurde anfangs als Hauptschule genutzt.

Neue Wärmedämmung

Um den Unterrichtsbetrieb nicht zu stören, sind die Handwerker seit Ferienbeginn am Gymnasium im Einsatz. Die alte Abdichtung der rund 550 Quadratmeter großen Dachfläche wurde bereits abgetragen und durch eine neue ersetzt. "Um dort der Energieeinsparverordnung gerecht zu werden, wurde eine bis zu 18 Zentimeter dicke Dämmlage aus Polystyrol eingebaut. "Auf diese Weise können wir pro Jahr rund 2000 Euro an Heizkosten einsparen", erklärt Michael Deprez beim Baustellenrundgang. Zudem wird die Dachentwässerung optimiert.

Um ein einheitliches Bild der gesamten Dachkonstruktion am Gymnasium zu schaffen, werden noch Zinkbleche angebracht. "Die Dacherneuerung soll trotz der zum Ferienbeginn ungünstigen Wetterverhältnisse noch in den Ferien fertiggestellt werden", skizziert Deprez den Zeitplan. Ob das auch für die Korschenbroicher Andreas-Schule zu schaffen ist, darauf will er sich nicht festlegen: "Das Wetter ist entscheidend."

Um auf der sicheren Seite zu sein, hat das Gebäudemanagement der Stadt das bei seiner Planung berücksichtigt. "Ich möchte kein Gerüst auf dem Schulhof stehen haben, wenn die Kinder hier herumlaufen", betont Michael Deprez. Sollten sich witterungsbedingt die Arbeiten hinausziehen, werden die Handwerker an der Sporthalle und im Bereich der Lehrer-Parkplätze und der Grünflächen aktiv.

Am Mauerwerk der Andreas-Schule wurde verstärkt Feuchtigkeit festgestellt. Das Wasser läuft bislang nur an der Außenfront herunter. Um dauerhaft größere Schäden zu vermeiden, werden dort 160 Meter Zinklagerrinnen, 110 Meter Zinkunterkehlen und 90 Meter Mauerabdeckungen verbaut. Notüberlaufe, Tropfkanten und Überdeckungen schützen das Gebäude zudem vor Starkregen.

(NGZ/ac)