Korschenbroich : Stadt macht Mitarbeiter fit

Das aktuelle Personalentwicklungskonzept soll das Leistungs- und Lernpotenzial der städtischen Mitarbeiter aufzeigen. Fortbildung und Gesundheitsförderung stehen dabei hoch im Kurs. Der Hauptausschuss nahm das Konzept Donnerstagabend zustimmend zur Kenntnis.

Die Verwaltung hat unter Federführung des Beigeordneten Rudolf Graaff (44) ein Konzept zur Personalentwicklung erstellt. Es zeigt deutlich, was die 308 tariflich Beschäftigten und die 39 Beamten zu leisten in der Lage sind. "Die Personalentwicklung ist darauf ausgerichtet, die Mitarbeiter entsprechend ihrer Fähigkeiten und Neigungen auszuwählen und einzusetzen", so Rudolf Graaff. Er versteht das Konzept aber auch als Chance, die Bediensteten auf die künftigen Anforderungen vorzubereiten. Zudem sollen Gesundheitskurse den Krankenstand senken.

Auf den ersten Blick wird deutlich, dass die Stadt Korschenbroich wesentlich mehr Frauen als Männer beschäftigt. Dies führt Graaff auf die 101 Mitarbeiterinnen zurück, die in den städtischen Kindertagesstätten beschäftigt sind. Die aktuelle Frauenquote liegt damit bei 66 Prozent. Allerdings wird die vom Landesgleichstellungsgesetz geforderte Quote nur teilweise erfüllt. Auch wenn mit Michaele Messmann, Christa Beeck, Nicole Fillbrandt, Anja Jacobs, Wirtschaftsförderin Stefanie Bössem, Petra Köhnen, Kerstin Wild und Katharina Esser Frauen im Rathaus in Führungspositionen Verantwortung tragen, sind ansonsten Männer in Leitungspositionen anzutreffen. Frei werdende Stellen aufgrund von Renteneintritten oder Altersteilzeit werden im Konzept ebenso aufgezeigt wie die weitere Entwicklung basierend auf dem demografischen Wandel.

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Der Krankenstand ist von 2,95 Prozent (2006) über 4,41 Prozent (2007) und 5,08 Prozent (2008) auf 5,38 Prozent in 2009 angestiegen. Für Graaff ein "Wert im Mittelfeld". Je nach Betätigungsfeld ist der Krankenstand dann auch entsprechend hoch. Während die Verwaltung mit 3,89 Prozent "gute Werte" hat, liegen die Ausfälle in den Eigenbetrieben bei 5,91 Prozent (2009) und in den Kindergärten bei 5,8 Prozent. Hier unterscheidet Graaff: "Die Mitarbeiter der Eigenbetriebe werden körperlich ganz anders gefordert und sind jeder Witterung ausgesetzt." In den Tagesstätten begründete er die hohe Ansteckungsgefahr mit den vielen zu betreuenden Kindern. "Wir wollen hier durch mehr Aufklärung und kostenfreie Impfungen gegensteuern", spricht Graaff eine betriebliche Gesundheitsförderung an. Dazu gehören auch Lockerungsgymnastik in der Mittagspause, Wirbelsäulentraining und Nordic Walking nach Feierabend: Wer auf was Lust hat, wird derzeit innerhalb der Verwaltung abgefragt. Zudem ist ein Gesundheitstag mit individuellem Check in Vorbereitung.

(NGZ)