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Korschenbroich: Stadt braucht neue Gewerbeflächen

Korschenbroich : Stadt braucht neue Gewerbeflächen

Wirtschaftsförderin Stefanie Bössem blickt zufrieden auf das Jahr 2012. Das neue Gewerbegebiet ist ein Erfolg.

Ein anstrengendes Jahr war es für Stefanie Bössem. Allerdings auch ein erfolgreiches. Was Korschenbroichs Wirtschaftsförderin besonders freut: Die Nachfrage nach dem neuen Gewerbegebiet "Glehner Heide" ist ungebrochen groß. "Für fast alle der mehr als 30 Parzellen sind wir in Gesprächen", berichtet die 41-Jährige. "Überwiegend sind es auswärtige Unternehmen, die sich bei uns niederlassen wollen." Jetzt, da die Stadt ihnen entsprechende Flächen anbieten könne, kämen die Firmen von alleine. "Es ist zurzeit das letzte Gewerbegebiet, das wir als Stadt entwickeln. Aufgrund des Erfolges wäre es schade, wenn wir im Zuge des Regionalplans nicht neue Flächen bekämen."

Überhaupt blickt Bössem zufrieden auf die wirtschaftliche Entwicklung von Korschenbroich. "Wir haben kaum Leerstände." Insbesondere das "Mittelstandsbarometer" habe gezeigt, dass sich die Unternehmer in der Stadt wohlfühlten. "Ich glaube, zum Beispiel die Kundennähe und die persönliche Beratung sind Vorteile von Korschenbroich." Auch in anderen Bereichen zieht Bössem ein positives Fazit.

Sie half unter anderem wieder, das Herbstfest, den Radwandertag und den Martinsmarkt zu organisieren. Zum achten Mal bot sie die Auszubildenden-Börse an. "Sie läuft inzwischen sehr gut", sagt Bössem. "Das liegt insbesondere daran, dass der Bekanntheitsgrad gestiegen ist. "Mittlerweile kommen die Unternehmen von sich aus auf uns zu. Auch die Kooperation mit den Schulen klappt sehr gut." In diesem Jahr nahmen 31 Schüler an der Aktion teil. Sieben fanden einen Ausbildungsplatz, während zehn ihre schulische Ausbildung fortsetzen, um sich weiter zu qualifizieren. Insgesamt waren der Wirtschaftsförderung 43 freie Ausbildungsstellen genannt worden. "Auch im nächsten Jahr werden wir die Ausbildungsaktion fortsetzen und auch wieder Bewerbungstrainings anbieten", kündigt Bössem an.

Für Ende Januar lädt die Wirtschaftsförderung zudem zu einer Informationsveranstaltung für Jungunternehmer. Insgesamt sei die Zahl der Existenzgründungen leicht rückläufig gewesen in diesem Jahr. "Aber in der gesamten Region gibt es diesen negativen Trend." Wie lange Jungunternehmer am Markt bleiben, kann Bössem nicht sagen. "Darüber gibt es leider keine Statistik." Auch 2013 werde die Weiterentwicklung und Vermarktung des Gewerbeparks Glehner Heide ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sein, sagt Stefanie Bössem.

Sie blickt optimistisch in die Zukunft. "Trotz knapper Kasse befinden wir uns seit 20, 25 Jahren auf einem guten Weg. Und wir hoffen, dass wir ihn fortsetzen können." Dann könnte sie auch 2013 ein positives Fazit ziehen.

(NGZ/url)