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Korschenbroich: Stadt bei U3-Plätzen auf Kurs

Korschenbroich : Stadt bei U3-Plätzen auf Kurs

Der Ausbau der U3-Betreuung in den Kindertagesstätten ist heute Thema im Ausschuss für Bildung, Familie, Jugend und Sport. Die Stadt ist gut aufgestellt, die ab 2013 verbindlichen gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Bürgermeister Heinz-Josef Dick (CDU) ist guter Dinge. Sechs Kindertagesstätten in der Stadt müssen noch auf die U3-Betreuung zugeschnitten werden, darunter mit St. Katharina auch eine katholische. "Ich bin mit dem aktuellen Stand der Aus- und Umbaumaßnahmen zufrieden", erklärt Dick. Über den Stand der Dinge informiert er heute Abend den Ausschuss für Bildung, Familie, Jugend und Sport. "In sieben Einrichtungen ist bereits alles baulich auch auf die Bedürfnisse der jüngsten Kinder abgestimmt. In der Kita ,Danziger Straße' sind wir gerade mit der Umsetzung beschäftigt."

Dort hatten sich die Umbaumaßnahmen verzögert, nachdem der U3-Ausbau Mitte des vergangenen Jahres in NRW stagnierte. Der Hintergrund: Der von den Jugendämtern gemeldete Bedarf überstieg die vorhandenen Fördermittel. Daher konnten die Umbaumaßnahmen in der Kita Danziger Straße, die bereits für 2010 geplant waren, wegen der zunächst fehlenden Bewilligung erst später begonnen werden. Das Geld war erst im Januar 2011 bewilligt worden. Wegen der durch die Verzögerung noch nicht fertig gestellten Räumlichkeiten — dabei handelt es sich um Schlaf- und Waschräume — können an der Danziger Straße derzeit statt 14 Kinder unter drei Jahren nur elf betreut werden.

Bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorgabe arbeiten Kreisjugendamt und Stadt eng zusammen. Die Jugendämter melden den Bedarf beim Land an, das städtische Gebäudemanagement steuert die Baumaßnahmen in den Einrichtungen gemeinsam mit den Leiterinnen. Ab 2013 muss die Stadt Korschenbroich für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein Betreuungsangebot bereitstellen. In Korschenbroich bedeutet dies ganz konkret: Es müssen 223 U3-Plätze angeboten werden. Derzeit gibt es 162 U3-Plätze. Damit liegt die Stadt bei der Umsetzung des Gesetzes aber auf Kurs. "Die Kooperation von Kreisjugendamt und Stadt läuft sehr gut", meint Dick. "Ich bin zuversichtlich, dass wir 2013 inklusive der U3-Plätze bei Tagesmüttern 35 Prozent der Jungen und Mädchen unter drei Jahren einen Platz anbieten können." Eine Einschränkung allerdings macht der Bürgermeister: "Hierfür müssen die ausstehenden Landesmittel natürlich zuverlässig eintreffen."

Auch die Fusion des Waldkindergartens mit dem Familienzentrum Am Sportplatz steht bevor und wird zum 1. August umgesetzt. Laut Planung werden bis 31. Juli 2012 insgesamt 101 Kinder das Familienzentrum besuchen. Die Philosophie des Waldkindergartens soll auch nach der Fusion erhalten bleiben. Entsprechende Maßnahmen wurden bereits vorbereitet. Die Fusion war notwendig geworden, um auch dort Nachmittagsbetreuung anbieten zu können.

(NGZ)