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Korschenbroich: Stadt baut U3-Plätze weiter aus

Korschenbroich : Stadt baut U3-Plätze weiter aus

Mit dem Ausbau der U3-Betreuung liegt die Stadt Korschenbroich gut im Zeitplan: Sieben von 14 Einrichtungen sind bereits umgebaut. Derzeit wird die Kindertagesstätte Danziger Straße um zwei Schlafräume für die Unter-Dreijährigen vergrößert. Danach fehlen im Stadtgebiet noch 24 U3-Plätze.

In der städtischen Kita Danziger Straße gibt des für die 54 Jungen und Mädchen aktuell nur ein Thema: die Bauarbeiten an der Außenfront der Einrichtung. "Bagger, Laster und Schaufeln geben bei uns den Ton an", beschreibt Nina Potyka (38) die Faszination der Kleinen.

"St. Martin ist bei uns komplett abgemeldet, wir malen und basteln in allen drei Gruppen nur noch Baufahrzeuge." Und dass die Kids mittlerweile alle Namen der Bauarbeiter kennen, versteht sich von selbst. "Wie heißt Du? Was machst Du jetzt? Was kann der Bagger noch?" — das sind dann auch die meistgestellten Fragen.

Vierzehn Kindertageseinrichtungen im Korschenbroicher Stadtgebiet garantieren derzeit die Betreuung von 935 Jungen und Mädchen. Davon sind neben 53 Tagespflegestellen 162 U3-Betreuungsplätze. Bis 2013 — so will es der Gesetzgeber — müssen Stadt und Kirche das Angebot noch um weitere 25 Plätze ausbauen.

Nina Potyka ist froh, dass die Bauarbeiten an der Danziger Straße jetzt angelaufen sind. Das Fundament für einen der beiden Anbauten ist schon gegossen. Die stellvertretende Kita-Leiterin ist zuversichtlich, dass alles bis zum Jahresende abgeschlossen ist. "Wir haben ja auch lange gewartet." Dort hatten sich nämlich die Umbaumaßnahmen verzögert, nachdem der U3-Ausbau Mitte des vergangenen Jahres in NRW stagnierte.

Der Hintergrund: Der von den Jugendämtern gemeldete Bedarf überstieg die vorhandenen Fördermittel. Daher konnten die Umbaumaßnahmen in der Kita Danziger Straße, die bereits für 2010 geplant waren, wegen des zunächst fehlenden Bewilligungsbescheides erst vor zwei Wochen anlaufen. Die Kosten für die Baumaßnahme benennt Petra Uhlmann (56), im Schulamt für Kindertageseinrichtungen zuständig, mit 318 000 Euro.

Zehn Prozent der Summe zahlt die Stadt. Parallel zur Danziger Straße laufen im Gebäudemanagement die Planungen für den Kerper Weiher in Glehn. "Der Bewilligungsbescheid über 322 500 Euro liegt uns schon vor", erklärt Petra Uhlmann auf NGZ-Anfrage. In Glehn sollen ein Schlafraum, ein Therapieraum und ein Personalraum angebaut werden. Zum Baubeginn konnte sie allerdings noch nichts sagen.

Die Zuschussanträge für die fünf Kindergärten Am Hallenbad, Auf den Kempen, Hochstraße (alle Kleinenbroich), Schulstraße und St. Katharina (beide Glehn) sind bereits beim Land gestellt. "Wir bieten den Eltern dann ab 2013 stadtweit eine U3-Betreuung an", so Uhlmann weiter. "Das gilt für die zehn Kitas in städtischer und für die vier in kirchlicher Trägerschaft." Ihre Prognose: "Die Stadt liegt gut im Zeitplan."

(NGZ)