Korschenbroich : Stabile Sicherheitslage

Korschenbroich Für Hans-Werner Winkelmann, Leiter der Direktion Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss, ist die Sicherheitslage in der Stadt Korschenbroich trotz einem Plus von 114 Straftaten "stabil". Er kann - im Vergleich zum Jahr 2007 - nichts Gravierendes für Korschenbroich feststellen.

Das Plus lässt sich für den Fachmann unter anderem mit der Bearbeitungszeit und dem Einschalten der Staatsanwaltschaft erklären. Wirft Winkelmann einen Blick auf die Fünf-Jahres-Statistik, ist er zufrieden: Waren es 2004 insgesamt 1742 Fälle, 2005 1465 Vergehen, 2006 1737 Delikte, 2007 1634 und in 2008 1738 Straftaten - sind das für den Kriminaldirektor "Zahlen auf einem stabilen Niveau". Die Aufklärungsquote für das Jahr 2008 liegt übrigens bei 40,5 Prozent.

Auch wenn Hans-Werner Winkelmann die Sicherheit für Korschenbroich im Vergleich zum Land großschreibt, gibt's im Stadtgebiet dennoch ein Problem: 46,5 Prozent aller in 2008 registrierten Vergehen sind Diebstahlsdelikte. Lange Finger führten 809 Mal zur Anzeige.

Das ist ein Plus von 3,7 Prozent. Allein 257 Fahrräder wechselten im Berichtsjahr auf diese Weise den "Eigentümer". "Wohnungseinbrüche bereiten uns in Korschenbroich schon leichte Sorgen", spricht Winkelmann auch die Steigerung von 39 auf 51 Fälle offen an. Dabei weiß er, dass bereits viele Einbrüche schon im Versuch verhindert werden können.

"Schließlich kann man Wohnungseinbrüche schon im Keim ersticken", lenkt Winkelmann den Blick auf eine effektive Vorsorge, die sich mit vielfach "einfachen Mitteln" für jeden erzielen lässt. Und so spricht er von dem auf Kipp stehenden Fenster im Erdgeschoss.

Dies sei wie eine Einladung. Auch mangelhaft gesicherte Fenster, Türen und Kellerroste machten es den Tätern leicht: "Wenn man abends nicht daheim ist, reicht es schon aus, einfach das Licht anzulassen." Winkelmann weiß: "Einbrecher werden schon durch einfache Maßnahmen abgeschreckt und suchen sich lieber ein anderes Objekt, an dem sie schneller zu ihrem zweifelhaften Ziel kommen."

Wer fachlichen Rat benötigt, um sich entsprechend zu schützen, den lädt Winkelmann nach Neuss ins Kommissariat Vorbeugung ein: "Die Kollegen beraten kostenlos und haben eine Reihe einfacher Hinweise, wie die ungebetenen Zeitgenossen erst gar nicht in die ihnen fremde Wohnung eindringen können."

Mehr dazu lesen Sie am Montag in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

(NGZ)