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Leichtathletik: Stabhochspringer in Olympia-Laune

Leichtathletik : Stabhochspringer in Olympia-Laune

Die Norm für die Sommerspiele in London haben sowohl Björn Otto (5,82 Meter) als auch Karsten Dilla (5,72 Meter) bereits erfüllt. Bei den Deutschen Meisterschaften kommt es für die Leichtathleten des TSV Bayer Dormagen am Sonntag darum in erster Linie auf eine gute Platzierung an.

Es könnte ziemlich heiß werden am Wochenende im Wattenscheider Lohrheidestadion bei den Deutschen Meisterschaften der Leichtathleten. Denn mehr noch als um Titel geht es dieses Mal um die Fahrkarten für London, wo am 27. Juli die XXX. Sommerspiele eröffnen werden.

Bereits 55 deutsche Athleten haben die Olympia-Norm in der Tasche, darunter auch die beiden Stabhochspringer Björn Otto (34) und Karsten Dilla (22) vom TSV Bayer Dormagen . Ein gutes Gefühl, doch gewonnen ist damit noch gar nichts. Und darum ist für Dilla die "DM der wichtigste Wettkampf vor Olympia". Schließlich werden hier nicht nur die nationalen Titel vergeben, sondern auch die Startplätze für die Europameisterschaften in Finnland vom 27. Juni bis 1. Juli. "Der zweitwichtigste Wettkampf vor Olympia", weiß Dilla: "Wenn ich im Team für Helsinki stehe, sieht es gut aus." Nur drei Stabhochspringer dürfen dann mit nach London. Neben Otto (5,82 Meter) und Dilla (5,72) hat bislang lediglich der Wattenscheider Malte Mohr (5,72), der am Sonntag vor heimischem Publikum den Titel-Hattrick perfekt machen könnte, die geforderte Norm von 5,72 Meter geschafft. "Obwohl er nicht so richtig in Schwung ist", hat Dilla indes auch Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) auf der Rechnung.

Seine Form dagegen passe, sagt er, "denn ich bin von Verletzungen verschont geblieben". Dass die Ergebnisse der vergangenen Wettkämpfe nicht ganz so gut waren, beunruhigt ihn keineswegs. "Die Höhe habe ich locker drin. Jetzt kommt es vielmehr aufs Fine-Tuning an." Da die er die verlangten 5,72 Meter bereits gebracht habe, gehe es für ihn in Wattenscheid im Vergleich mit der nationalen Konkurrenz ohnehin weniger um die Höhe als um die Platzierung. "Und wenn die ersten Drei 5,90 Meter springen, hoffe ich, dass ich dabei bin. Es gibt kein Minimalziel. Am liebsten wäre ich Erster mit Bestleistung!" Gut drauf ist auch Otto. Der Hallen-Vizeweltmeister ist aktuell Zweiter der Weltrangliste, vor ihm liegt nur der Franzose Renaud Lavillenie (5,90). Dass es am Montag beim Meeting in Moskau mit 5,60 Metern hinter dem höhengleichen Polen Przemyslaw Czerwinski nur zum zweiten Rang gereicht hatte, lässt den Straberger kalt. Als Folge einer katastrophalen Organisation waren ihm und seinen Kollegen in der russischen Hauptstadt nämlich gerade einmal 20 Minuten zum Einspringen geblieben. "Diese Zeit brauchst du normalerweise schon, um deine Stäbe auszupacken", sagt TSV-Trainer Thorsten Ribbecke.

Gute Chance, bei Olympia einen Platz in der deutschen Sprint-Staffel zu ergattern, hat die für den ART Düsseldorf startende Holzheimerin Carolyn Moll. Zuletzt war die 21-Jährige bei allerdings unzulässigem Rückenwind 11,50 Sekunden über 100 Meter gelaufen.

(NGZ)