Wenger: Sport auch Kinder-, Jugend- und Erwachsenen-Arbeit: SSV will "Pakt für den Sport"

Wenger: Sport auch Kinder-, Jugend- und Erwachsenen-Arbeit: SSV will "Pakt für den Sport"

Von Ruth Wiedner

Von Ruth Wiedner

Trotz der schwierigen Haushaltslage in Stadt und Land blickt Baldur H. Wenger zuversichtlich in die Zukunft: Der Vorsitzende des Stadtsportverbandes (SSV) Korschenbroich strebt einen "Pakt für den Sport" an. So können aus Sicht Wengers Kräfte und Ideen für den Sport innerhalb der Stadt Korschenbroich auch weiterhin gebündelt werden und was dem SSV-Chef dabei besonders am Herzen liegt: "Auf diese Weise wird es möglich, die bereits vorhandene Qualität beizubehalten." Käferfest in Neersbroich: Die Sportfreunde feierten im Vorjahr ihr Vereinsjubiläum mit einem riesigen Sport-und Spielfest. NGZ-Archiv: M. Reuter

Wenger, der seit Jahren die Interessen von mittlerweile 36 Sportvereinen und damit die Anliegen von 13.245 Mitgliedern unter dem Dach des SSV vertritt - verspricht sich nur Vorteile von dem "Pakt für den Sport". "Die Vereine hätten endlich wieder Planungssicherheit und die bereits erworbene Qualität könnte so auch auf Dauer fortbestehen", formuliert er auf Anfrage der NGZ die von ihm anvisierten Ziele.

Allerdings mahnt Wenger auch zur Geduld. "Wir sind erst in der Findungsphase." Das erste offizielle Gespräch bei Bürgermeister Heinz Josef Dick ist für den 25. Februar im Rathaus terminiert. Dann wird Wenger mit seinem SSV-Geschäftsführer und Sportamtsleiter Hans-Peter Walther die Idee erstmals im kleinen Kreis der Politik präsentieren. An dem Gespräch werden neben Dick Vertreter des Jugend- und Sportausschusses aller Fraktionen teilnehmen.

"Wir haben bereits eine ganze Menge erreicht", dabei denkt Wenger an eine "gesunde Sportförderung unter den derzeit begrenzten Verhältnissen, an die erworbenen Qualitätsstandards und an die gute Zusammenarbeit von Stadt und Sport. Wir können die Sportstätten ohne Gebühr auch weiterhin den Vereinen zur Verfügung stellen." Fakten, die den SSV-Vorsitzenden mit Stolz erfüllen, dennoch räumt er gegenüber der NGZ ein: "Das darf jetzt nicht dazu führen, dass wir uns satt und träge zurücklehnen."

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In diesem Zusammenhang lenkt er den Blick auf den Leitspruch des Verbandes: "Mit dem SSV immer eine Nasenlänge voraus, für die öffentliche Anerkennung des Sport". Und genau dieses Motto will Wenger mit dem "Pakt für den Sport" garantiert wissen. Eine Planungssicherheit ist für den rührigen Steinhausener nur zu garantieren, wenn wesentliche Punkte - die heute alle auf mündlichen Absprachen fußen - verbrieft werden.

Für Wenger ist beispielsweise der Fortbestand des Jugend- und Sportausschusses ein Muss: "Dieses Gremium ist für die Lobby des Sports unverzichtbar und darf nicht irgendwann mal aus Kostengründen angetastet werden." Obschon das zurzeit kein Thema sei, meint Wenger vorausschauend: "Gerade deshalb müssen wir dieses Thema schon frühzeitig im Vorfeld platzieren, bevor derartige Gedanken aus der Politik kommen." Die Zusage, den Sportentwicklungsplan ständig fortzuschreiben, soll nach Wengers Vorstellung ebenso im Pakt aufgelistet werden wie die Unterhaltung der Sportstätten und die Sportförderung.

"Auf feste Summen habe ich bei meinem Entwurf bewusst verzichtet, um den Pakt nicht schon im Vorfeld zum Scheitern zu bringen. Für uns als SSV sind die zu fördernden Werte entscheidend", spricht er von einer Sensibilisierung für den Sport. Denn Sport bedeutet für Wenger auch Kinder-, Jugend- und Erwachsenen-Arbeit: "Der Sport leistet in unserer Stadt einen wesentlichen und nicht austauschbaren Beitrag zur Lebensqualität der Bürger."

Und damit auch Stadt und Vereine damit werben können, strebt Wenger mit dem "Pakt für den Sport" auch eine Bewerbung beim Landessportbund für den Titel "Sportfreundliche Stadt" an.

(NGZ)
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