Jüchen : Sporthallen-Bau wird teurer

Mehrere Aufträge für die Sporthalle Bedburdyck/Gierath sind teurer als geplant. Zurzeit liegen die Kosten um 117 000 Euro über den geplanten 3,5 Millionen. Die Verwaltung steuert dagegen, um den Kostenrahmen zu halten.

Vor sieben Woche wurde der erste Spatenstich für die Dreifachsporthalle Bedburdyck/Gierath gesetzt — und schon jetzt zeichnet sich ab, dass die geplanten Baukosten nur schwer zu halten sein werden.

Nach jetzigem Stand liegen die Kosten um 117 000 Euro über der vorgesehenen Summe von 3,5 Millionen Euro. "Wir haben bis jetzt Gewerke für 60 Prozent der Bausumme ausgeschrieben und festgestellt, dass mehrere Aufträge teurer sind als wir vorgesehen haben", erklärt im Rathaus Technischer Dezernent Oswald Duda. Betroffen sind Arbeiten etwa für Rohbau und Fassaden. Ein einheitlicher Grund für den Anstieg sei nicht zu erkennen.

Zunächst wurden die Baukosten sogar um bis zu 173 000 Euro überschritten. "Aber wir haben die Ausschreibung für Heizung und Sanitäranlagen zurückgezogen", so Duda. Diese Gewerke sollen im Frühjahr erneut ausgeschrieben werden. "In diesem Jahr hatten viele Firmen wegen des Konjunkturprogramms II des Bundes sehr volle Auftragsbücher. Wir denken, dass sie 2012 wieder mehr freie Kapazitäten haben — und wir dann günstigere Angebote erhalten", so Duda. Aus dem selben Grund will die Gemeindeverwaltung die Dachdeckerarbeiten erst im nächsten Jahr ausschreiben.

Jahrzehntelang war über die neue Halle diskutiert worden, vor der Bauentscheidung muste der Rhein-Kreis Neuss von der Wirtschaftlichkeit des Bauprojekts überzeugt werden. Die Grundstücke der alten Turnhallen in Gierath und Stessen sollen vermarktet werden.

Nun versucht die Gemeindeverwaltung, die Kostenüberschreitung an anderer Stelle wieder auszugleichen: "Die Außenanlagen und ökologischen Ausgleichsflächen werden wir in eigener Regie planen und zum Teil in Eigenleistung umsetzen", kündigt Duda an. Er ist optimistisch, "dass wir den Kostenrahmen von 3,5 Millionen Euro doch halten werden."

Einsparmöglichkeiten bei der Ausstattung der Sporthalle sieht Duda nicht. "Das wird eine Standardhalle, da können wir nichts reduzieren." Eine Besonderheit: Mit Blick auf vielleicht schneereiche Winter wurde eine höhere Dachlast vorgesehen.

Zufrieden ist der Technische Dezernent mit dem Fortschritt der Bauarbeiten. Zurzeit wird die Bodenplatte für die Nebenräume der Sporthalle erstellt. "Wichtig war, dass die Wärmedämmung darunter im Trockenen eingebaut werden konnte", sagt Duda. Anfang 2013 soll die Dreifachsporthalle fertig sein.

(NGZ)