Sportgala der Partner für Sport und Bildung

Sportgala : Eine eindrucksvolle Demo für den Sport

230 bestens unterhaltene Gäste, ein Reinerlös von 50.000 Euro, der der Spitzensportförderung im Rhein-Kreis zugute kommt – die 4. Sportgala der Partner für Sport und Bildung im Festsaal des Neusser Euromoda hielt, was sie versprochen hatte. Vor allem bot sie eine eindrucksvolle Demonstration, dass Sportler längst nicht nur im Sport gut sind.

Zwei gingen früher am Freitagabend: Anna Faber, weil sie am nächsten Morgen auf der Lenne bei Hohenlimburg um den Deutschen Meistertitel im Kanu-Slalom paddelte. Und Björn Otto, der in der Nacht noch nach Ägypten flog – als Pilot der Sun Express Air hat sich der Olympiazweite von London 2012 im Stabhochsprung mittlerweile seinen Kindheits-Traum vom Fliegen erfüllt.

Die anderen 230 Gäste der Sport-Gala der Partner für Sport und Bildung blieben bis zum Schluss des etwas zu lang(atmig) geratenen Programms. Nicht nur, aber auch, weil sie vom zum vierten Mal launig durch den Abend führenden Fernsehmoderator Wolfram Kons bestens, aber auch durchaus kenntnisreich unterhalten wurden. Vor allem aber, weil sie erlebten, dass Sportler eigentlich immer etwas zu sagen haben – und das weit über ihren Sport hinaus.

Björn Otto, Ulrike Nasse-Meyfarth und Christian Schwarzer (v.l.) waren bei der PSB-Gala dabei. Foto: Andreas Woitschützke

„Gute Sportler sind meist auch gute Mitarbeiter,“ stellte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz fest. Wer den Interviews mit ihnen aufmerksam lauschte (und das taten trotz Überlänge des Programms die meisten), kam nicht umhin, dem Vize-Präsidenten der Partner für Sport und Bildung beizupflichten. Ob der halbe Deutschland-Achter, ob die Fecht-Europameister vom TSV Bayer Dormagen um Benedikt Wagner und Matyas Szabo oder die Erstplatzierten der NGZ-Sportlerwahl Jan Wrede und Lennart Otten aus dem Team des Deutschen Skaterhockey-Meisters Crash Eagles Kaarst – sie alle lieferten eine eindrucksvolle Demonstration dafür ab, dass Sport so viel mehr bedeutet als das bloße Zählen von Punkten und Toren und das Messen von Leistung.

Wolfram Kons im Gespräch mit den PSB-Präsidiumsmitgliedern Christoph Buchbender und Jürgen Steinmetz (v.l.). Foto: Andreas Woitschützke

Der größte Traum der meisten ist das, was Björn Otto, Matyas Szabo oder die gleichfalls unter den Gästen weilenden Ulrike Nasse-Meyfarth oder Heike Henkel bereits erlebt haben: einen Start bei Olympischen Spielen. Unter dem Motto „Road to Tokyo“ unterstützen die Partner für Sport und Bildung die Olympiakandidaten aus dem Rhein-Kreis finanziell und mit Sachleistungen auf dem Weg zu den Spielen im nächsten Jahr. Andere, wie die am Freitagabend auf einer improvisierten Planche aktiven Säbelfechter Raoul und Luis Bonah, bereiten sich schon auf Paris 2024 vor.

Wolfram Kons begrüßt Fecht-Europameister Matyas Szabo. Foto: Andreas Woitschützke
Ringerin Laura Mertens betätigte sich wie viele Sportler als Losverkäuferin. Foto: Andreas Woitschützke
Ruder-Weltmeister Christopher Reinhardt fachsimpelt mit Joachim Götz. Foto: Andreas Woitschützke
Das Hockeytrio Christoph Martial, Sebastian und Thomas Draguhn freut sich über den Sieg beim Golf-Turnier. Foto: Andreas Woitschützke

Und so sehr sich Christoph Buchbender über den Reinerlös der Gala (inklusive Golfturnier und reich bestückter Tombola) in Höhe von 50.000 Euro freute, konnte der PSB-Präsident gerade mit Blick auf die Zukunftshoffnungen eine leichte Enttäuschung über den Gesamtsaldo der PSB nicht verbergen: „Wir stagnieren bei 700.000 Euro.“ Ziel sind eine Million, weshalb sich Buchbender „zehn weitere potente Partner für die PSB“ wünscht. Der Freitagabend lieferte beste Argumente, dass sich dieser Wunsch irgendwann einmal erfüllt.