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Sport im Rhein-Kreis Neuss: Omikron sorgt vermehrt für Spielausfälle

Corona-Lage : Omikron sorgt vermehrt für Spielausfälle

Eishockey-Regionalligist Neusser EV war schon betroffen, die Handballer des TV Korschenbroich haben gerade ihr zweites Heimspiel in Folge abgesagt. Die dominante Coronavirus-Variante setzt dem Wettkampf-Sport im Kreis zu.

Die mit der Coronavirus-Variante Omikron verbundenen Spielausfälle betreffen zunehmend auch den Sport im Rhein-Kreis. Die Handballer des TV Korschenbroich haben in der Regionalliga Nordrhein gerade ihr zweites Heimspiel in Folge abgesagt und auch die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss traten am vergangenen Wochenende wegen eines positiven Schnelltests nicht zur ihrer Partie bei den Young Dolphins Marburg an.

Derweil hält der Westdeutsche Tischtennis-Verband an der Unterbrechung des Spielbetriebes in seinem Verbandsgebiet weiter fest. Wie der Vorstand für Sport des WTTV jetzt mitgeteilt hat, verlängern sich die zum Jahreswechsel bekannt gegebenen Beschlüsse, die eigentlich zum 31. Januar auslaufen sollten, bis zum 20. Februar. Damit ruht die Saison von den Kreisklassen bis zu den NRW-Ligen in allen Altersklassen weiter. Dazu zählen alle Mannschaftskämpfe genauso wie Turniere, Einzel-Meisterschaften, Pokalspiele und Ranglisten. Eine Ausnahme ist die Turnier-Serie des „Andro-WTTV-Cups“, an der sich Anfang des Jahres auch die Tischtennis-Sport-Freunde Glehn beteiligt haben.

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Der Beschluss beinhaltet noch eine weitere Zusatzregelung. Sollten sich zwei Vereine im Rahmen der Corona-Schutzverordnung einvernehmlich darauf verständigen in dem Zeitraum bis zum 20. Februar spielen zu wollen, so genehmigt der Verband die Austragung. Die Praxis hat bisher allerdings gezeigt, dass die Vereine davon so gut wie keinen Gebrauch machen. Der WTTV weist darauf hin, dass es sich mit diesem Beschluss um die letzte mögliche Unterbrechung der Saison handelt. Mitte Februar soll entschieden werden, ob die Spielzeit entweder fortgeführt oder abgebrochen wird. Bei einer Fortsetzung würde sich die Saison bis in den Mai ziehen, bei einem Abbruch würde die Saison verkürzt gewertet. In diesem Fall wäre dann die bereits abgeschlossene Vorrunde gleichzeitig die Saison-Abschlusstabelle.

Auf die Spiele der DJK Holzbüttgen in der 3. Bundesliga (Damen), Regionalliga (Damen II) und Oberliga (Herren) sowie auf die Partien der TG Neuss in der Herren-Regionalliga haben diese Beschlüsse keine Auswirkungen. Diese Ligen stehen unter der Regie des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB). Hier läuft die Saison bisher ohne Unterbrechung durch und es gibt aktuell auch keine Anzeichen dafür, dass sich daran noch etwas ändert.

Auch der Eishockeyverband NRW geht davon aus, die Saison wie geplant abschließen zu können. Vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens haben die Verantwortlichen des Neusser EV jedoch ihr Hygienekonzept noch einmal überarbeitet. Ab sofort gilt für volljährige Zuschauer im Südpark „2G+“ als Einlassregel. Neben dem Impfnachweis ist ein offizieller Test einer anerkannten Stelle vorzulegen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Von der Regelung ausgenommen sind Personen mit Booster-Impfung sowie Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren. Bei Schülern ab 16 Jahren ist die Schultestung ausreichend. „Das Hygienekonzept für unsere Heimspiele hat sich in den vergangenen Monaten als sehr erfolgreich erwiesen“, sagt der 2. Vorsitzende Adrian Novacic. „Dennoch müssen auch wir der dynamischen Entwicklung Rechnung tragen, um weiterhin den größtmöglichen Schutz für alle Anwesenden zu gewährleisten.“

Kurzentschlossene können sich auch in der Eissporthalle testen lassen, das CoronaBürgertestzentrum befindet sich links neben dem Südeingang („Schlittschuhläufer-Eingang“), hat allerdings freitags und sonntags nur von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Jeweils bis 20 Uhr ist der kostenlose Schnelltest zum Beispiel auf dem Reuschenberger Kirmesplatz möglich, der sich 1,6 Kilometer von der Eissporthalle entfernt befindet. Unverändert gilt im Südpark auf allen Plätzen und Wegen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (FFP1 oder FFP2).

Der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV) sah sich indes gezwungen, auf die neue Coronaschutzverordnung bezüglich der Einstufung der mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpften Personen zu reagieren. So können seit dem vergangenen Wochenende Spiele verlegt werden, wenn mehr als zwei Stammspieler einer Mannschaft nur einmal mit J&J geimpft sind. Diese bis zum 13. Februar geltende Übergangsregel nimmt Regionalliga-Schlusslicht NEW‘ Elephants für sich in Anspruch: Die eh von gravierenden Personalproblemen gebeutelten Korbjäger aus Grevenbroich sagten nicht nur das Match vor Wochenfrist in Wulfen ab, sondern suchen nun auch für das Heimspiel am Samstag gegen Recklinghausen einen neuen Termin.

Die beliebten Crossläufe in Kapellen und Straberg sind wegen Corona ebenfalls bereits zum zweiten Mal abgesagt worden. Weiter an Dynamik gewinnt das Thema möglicherweise, wenn am 13. Februar die Fußballer im Rhein-Kreis Neuss ihre Winterpause beenden.