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Leichtathletik: Spinrath läuft zu Titel und DM-Norm

Leichtathletik : Spinrath läuft zu Titel und DM-Norm

Leichtathletik: Fabian Spinrath siegt bei Westdeutschen Hallenmeisterschaften, Carl-Philip Heising wird Zweiter. Björn Otto beendet wegen Achillessehnenriss die Hallensaison und Karsten Dilla bringt sich in Position für die Hallen-WM.

Die Mittelstreckler aus der Trainingsgruppe von Willi Jungbluth setzten bei den Westdeutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Leverkusen die Akzente aus Sicht des TSV Bayer Dormagen: Während sich Fabian Spinrath (21) den Titel über 800 Meter sicherte, musste sich Carl-Philip Heising (23) über 1500 Meter dem Wattenscheider Alexander Ide nur hauchdünn geschlagen geben.

Leichtathletik: Spinrath läuft zu Titel und DM-Norm
Foto: Miserius, Uwe (mise)

Spinraths Titel blieb der einzige ausn heimischer Sicht bei den Hallentitelkämpfen der Männer, Frauen sowie der männlichen und weiblichen U 20. Neben der silbernen durch Heising durften sich die Dormagener noch über drei bronzene Medaillen freuen. Doch wie es derzeit um die Leichtathletik im Rhein-Kreis bestellt ist, zeigt die Tatsache, dass außer dem TSV Bayer nur noch die DJK Rheinkraft Neuss bei den "Westdeutschen" am Start war — Celia Hagt belegte mit 12,08 Metern Rang sieben im Kugelstoßen der Frauen.

Nach zwei vergeblichen Anläufen freute sich Fabian Spinrath über 800 Meter neben dem Titel auch über die Norm für die Deutschen Hallenmeisterschaften, die am 22. und 23. Februar in Leipzig ausgetragen werden. Mit 1:51,52 Minuten belegt der 21-Jährige derzeit Rang 15 der deutschen Bestenliste. Carl Philip Heising brachten seine 3:47,92 Minuten — der Sieger war in 3:47,67 nur unwesentlich schneller — auf Rang neun der aktuellen Bestenliste. Vierte Plätze von Jens Alban (21) über 3000 Meter (8:31,39) und Susan Robb über 800 Meter (2:18,60) rundeten das gute Abschneiden der Dormagener Mittelstreckler ab.

Bei der weiblichen Jugend U 20 waren die dritten Plätze von Lea Philipps im Weitsprung (5,62 Meter), Lena Rademacher im Kugelstoßen (11,79 Meter) und Katharina Everts über 60 Meter Hürden (9,17 Sekunden) die herausragenden Resultate. Stark präsentierte sich auch die erst 15-jährige Michelle Hering, die als Vierte über 60 Meter in 7,66 Sekunden nur der um zwei Jahre älteren Konkurrenz mit der Düsseldorferin Jessi Maduka an der Spitze (7,51) den Vortritt lassen musste.

Nicht auf seiner "Hausanlage" am Start war Karsten Dilla: Der Grimlinghausener im Dress des TSV Bayer Leverkusen zog das Internationale Hallenmeeting in Karlsruhe den Westdeutschen Meisterschaften vor. Dort meldete der 24 Jahre alte Stabhochspringer Ansprüche auf eine Fahrkarte zu den Hallen-Weltmeisterschaften an, die vom 7. bis 9. März im polnischen Sopot ausgetragen werden. Nach seinem Sprung über 5,65 Meter, mit dem er Platz drei hinter Malte Mohr (TV Wattenscheid, 5,75 Meter) und dem Griechen Konstantinos Filippidis (5,65 Meter) belegte und sich auf Rang zwei der aktuellen Bestenliste katapultierte, fehlen ihm noch zehn Zentimeter an der WM-Norm, die bisher nur Mohr übersprungen hat.

Definitiv nicht in Sopot dabei sein wird Björn Otto. Der Straberger im Trikot des ASV Köln zog sich am Donnerstag beim Meeting in Düsseldorf einen Längsriss der Achillessehne im rechten Fuß zu und erklärte gestern nach Rücksprache mit seinen Ärzten die Hallensaison für beendet: "Natürlich bin ich enttäuscht. Ich hatte mir sehr viel für die Hallensaison vorgenommen und war auch richtig gut drauf", sagte der 36-Jährige. Während er in einer Pressemitteilung seines Vereins mit den Worten zitiert wird: "Mein Fokus liegt jetzt völlig auf der Sommersaison", ist sein Manager Marc Osenberg da vorsichtiger: "Wir müssen jetzt die Ruhe bewahren und wollen keinen Schnellschuss machen", sagt er mit Blick auf die Tatsache, dass noch unklar ist, ob Björn Otto operiert werden muss.

Der Titel bei der Hallen-WM dürfte ohnehin bereits an seinen Dauerrivalen Renaud Lavillenie vergeben sein: Der französische Olympiasieger katapultierte sich im polnischen Bydgosz über 6,08 Meter — eine Höhe, die seit den Tagen eines Sergej Bubka kein Stabhochspringer mehr erreicht hat.

(NGZ)