Jüchen : Spielplätze für Generationen

Jüchen (S.M.) Zwar rostet, wer rastet, doch wer lediglich altert, kann sich noch lange körperlich fit halten: Ein Mittel hierzu sind so genannte Seniorenspielplätze, die es bereits in mehreren Städten von Berlin bis Nürnberg gibt.

Diese dienen der Betätigung und Kommunikation - die Ausstattung reicht von Fitnessgeräten und Geräten zur Gleichgewichtsschulung bis zum Riesenschachfeld und zur Dartscheibe.

In Jüchen will es die CDU nicht hierbei bewenden lassen: "Mit dem Konzept der Generationenspielplätze geht die CDU einen Schritt weiter und startet die Initiative für mehr Bewegung aller Generationen", verweist Ratsmitglied Ralf Kriesemer auf einen kürzlich vom Ausschuss für Recht, Senioren, Soziales, Sicherheit, Ordnung gebilligten Antrag der Union, bei dem es nicht um reine Seniorenspielplätze gehen soll.

"Was machen Kinder, wenn sie Spaß, Freude und Bewegung haben wollen - sie gehen auf den Spielplatz. Was machen Erwachsene mit denselben Bedürfnissen - sie gehen auf den Generationenplatz", beschreibt Ausschussvorsitzender Andreas Tillmann (CDU) die Idee der Generationenplätze, die "Bewegungs- und Kommunikationsstätten aller Generationen" sein sollen.

"Immer in Bewegung"

Unter dem Motto "Immer in Bewegung" sind daher an allen zentralen Orten im Gemeindegebiet solche Generationenplätze geplant. Raumprobleme wird es nach den Vorstellungen der Union dabei nicht geben. Andreas Tillmann zufolge könnten Spielplätze oder vorhandene Freiflächen zu diesem Zweck umgebaut werden.

Ein gemeinsames Konzept soll nun die Gemeinde gemeinsam mit dem Sozialamt des Rhein-Kreises Neuss und dem Jugendamt entwickeln. "Die Idee, durch entsprechende Geräte im öffentlichen Raum ein Bewegungsangebot zu machen, ist durchaus nicht neu", verweist Rathaussprecher Norbert Wolf auf die Erfahrungen anderer Kommunen, die zeigten, dass die Generationenplätze tatsächlich auch von "Jung und Alt angenommen" würden.

Was das zu erarbeitende Konzept angeht, geht es um die Standortfrage ebenso wie um die Ausstattung der Geräte und deren Preis. "Eine Umsetzung wird sicherlich nicht von heute auf morgen geschehen", so Wolf.

Gleichwohl zeigte sich der Ausschuss entschlossen, so zügig wie möglich voranzuschreiten: Bereits für 2009 soll im Haushalt Geld für Generationenplätze bereit gestellt werden. Bei den aufzustellenden Fitnessgeräten gilt das Augenmerk vor allem der Förderung der Beweglichkeit, wie Andreas Tillmann und Ralf Kriesemer erklären.

An den einfach zu bedienenden Geräten müssten etwa Muskeln trainiert, eine gesunde Haltung und der Gleichgewichtssinn gefördert werden können.

Verständnis fördern

Schließlich seien sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen motorische Fähigkeiten oft nur mangelhaft ausgeprägt. Wichtig ist aber auch der kommunikative Aspekt, wie Tillmann erläutert: "Der demografische Wandel nimmt uns alle in die Pflicht, das Zusammenleben und das Miteinander von Jung und Alt zu fördern", das Verständnis zwischen den Generationen zu fördern.

(NGZ)