Speedskater des VfR Büttgen fahren in Duisburg wie im Rausch

Speedskating : Skater des VfR Büttgen wie im Rausch

Im Rahmen des Rhein-Ruhr-Marathons in Duisburg ging es auch um die NRW-Landesmeisterschaften im Marathon.

Titel in unterschiedlichen Altersklassen sind ganz nett, für die Speedskater Düsseldorf im VfR Büttgen aber ganz offensichtlich längst nicht mehr genug. Und so gaben Silke Zimmermann & Co. bei den in den Rhein-Ruhr-Marathon integrierten NRW-Landesmeisterschaften mächtig Gas – am Ende gingen in Duisburg vier der sechs Podestplätze an den VfR.

Andreas Lichtenstein (Altersklasse 50) und Johannes Stücher (AK 30) fuhren nicht nur auf Platz eins in ihrem Jahrgang, sondern holten so ganz nebenbei auch noch Gold und Silber im Gesamteinlauf aller Altersklassen. Ein ähnliches Kunststück gelang Silke Zimmermann (Gold AK 45/Silber im Gesamteinlauf) und Dagmar Grob (Silber AK 45/Bronze gesamt). Ebenfalls mit Erfolg an diesem herausragenden Ergebnis wirkten Laura Sopalla (Gold AK 45), Lars terVeer (Silber AK 45), Reiner Schubert (Silber AK 60) und Friedrich Ernst (Gold AK 70) mit. An die Startlinie waren die Speedskater schon um 7.45 Uhr in der Früh gegangen. Kein Vergnügen, doch von Vorteil waren natürlich die da noch angenehmen Temperaturen. Zur großen Überraschung der Spezialisten  hatte sich in Jorrit Bergsma der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger im Eisschnelllauf mit zwei weiteren Weltklasse-Speedskatern aus den benachbarten Niederlanden ins Feld gemischt. Damit nicht genug: Sebastian Mirsch, im Vorjahr Sieger beim Berliner Halbmarathon, maß sich ebenso mit der Konkurrenz wie die Niederländerin Clarissa van Maaren bei den Damen.

Trotzdem ging es „vom Start weg noch ganz gemütlich los“, sagte Johannes Stücher. Erst bei Kilometer fünf erfolgte die erste echte Tempoverschärfung. Sofort bildete sich eine siebenköpfige Spitzengruppe um die „Oranjes“ und Sebastian Mirsch. Den Sieg sicherte sich schließlich Jordy Harink vor Gerwin Smit (beide Holland) und Sebastian Mirsch. Jorrit Bergsma wurde Vierter. Dahinter kämpfte „The best of the Rest“ um den Titel des NRW-Meisters. Die taktisch klug agierenden Büttgener belegten nach 42,195 Kilometern die Plätze eins, zwei und vier des Verfolgerzuges. Die Kölnerin Claudia Maria Hennecken hielt sich als einzige Frau in dieser Gruppe auf und brachte damit ungefährdet den Titel bei den Damen ein. Silke Zimmermann folgte im nächsten Abteil, musste sich im Zielsprint lediglich der Niederländerin Clarissa van Maaren sowie Kathrin Billerbeck (Giessen) beugen und holte sich damit als Gesamtvierte Rang zwei in der Wertung zur NRW-Meisterschaft.

Die gute Mannschaftsleistung bescherte den Büttgenern sowohl bei den Damen als auch bei den Herren zusätzlich Siege in der Serie um den Westdeutschen Speedskating-Cup (WSC). In der Einzelwertungen sind einige Starter nach drei  von sieben Rennen noch gut im Geschäft.

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