Special Olympics : Neusser waren nicht „nur dabei“

Zum Abschluss der Special Olympics World Games gab es noch drei Medaillen.

Bei Olympischen Spielen gilt der Leitspruch „Dabei sein ist alles.“ Gemäß diesem Motto sind die Neusser Athleten vor zwei Wochen zu den Weltspielen von Special Olympics nach Abu Dhabi gereist, den Olympischen Spielen für Menschen mit geistiger Behinderung.

Doch die Sportler vom Tennisclub Grün-Weiß und den Gemeinnützigen Werkstätten Neuss (GWN) waren mehr als nur dabei. Nach den Anfangserfolgen der ersten Tage, in denen die Neusser mit je ein Mal Gold, Silber und Bronze den Medaillensatz komplettierten, legten die Olympioniken aus der Quirinusstadt in dieser Woche nach. Die Tischtennisspielerinnen Beate Heydorn und Nicola Vollmert (GWN) mussten sich im Unified-Wettbewerb erst im Finale geschlagen geben und gewannen die Silbermedaille. Im Unified-Modus bilden Athleten mit und ohne geistige Behinderung eine Doppelpaarung. Auch die Tennisspieler von Grün-Weiß hatten erneut Grund zum Jubeln. Patrick Haberland gewann im Einzelwettbewerb Bronze, im Unified-Doppel erkämpfte er sich zusammen mit Luis Ziegenbein die Silbermedaille. Tim Jaeschke verpasste sowohl im Einzel als auch im Unified-Doppel gemeinsam mit Pia Beck als Vierter eine Medaille nur knapp.

Damit bleibt Tennisspieler Fabian Krummen der einzige Neusser Olympiasieger bei diesen Spielen, die gestern endeten. Die ersten Glückwünsche für seinen Sieg ließen nicht lange auf sich warten. „Ich freue mich schon darauf, ihn am Montag zusammen mit den anderen Neusser Athleten in der Heimat zu begrüßen und ihm persönlich gratulieren zu können,“, schrieb Bürgermeister Reiner Breuer auf Facebook. Auch Krummens, Arbeitgeber, die Augustinus-Gruppe, zeigte sich erfreut, nun einen Olympiasieger in ihren Reihen zu haben. „Die Kollegen wollen ihm bei seiner Rückkehr einen würdigen Empfang bereiten“, sagt Pressesprecherin Violetta Fehse. Bereits am heutigen Freitag kehren die erfolgreichen Sportler nach Neuss zurück. Den letzten Tag nutzten die Tischtennisspieler noch für einen Trip nach Dubai, um den berühmten Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt, zu erklimmen. Für die Neusser nichts Ungewöhnliches, denn zur Weltspitze zu gehören, daran haben sie sich mittlerweile gewöhnt.

Mehr von RP ONLINE