Jüchen : Spatenstich für neue Sporthalle

Sie schien schon zur unendlichen Geschichte zu werden: Gestern gab es den Spatenstich für die Dreifachsporthalle Gierath. Der 3,5 Millionen Euro teure Bau soll 1500 Sportlern ab 2013 moderne Trainingsmöglichkeiten bieten.

Bürgermeister Harald Zillikens erinnert noch einmal daran, was ihm die Bürger noch vor wenigen Monaten mit auf den Weg gegeben haben. "Damals habe ich häufig gehört, die Dreifachsporthalle Gierath werde ja doch nicht gebaut", sagt Zillikens. Es ist gestern kurz nach 10 Uhr, und der Verwaltungschef weiß, dass er diesen Satz fortan nicht mehr hören wird.

Gerade ist der Spatenstich zur neuen Halle an der Gierather Straße erfolgt, und dieser hat gleich in doppelter Hinsicht symbolischen Charakter: Einerseits wird der Beginn der Bauarbeiten eingeläutet, andererseits ist es das Ende einer unendlichen Geschichte. "Die Diskussion um diese Halle hat drei Jahrzehnte gedauert", sagt Zillikens.

Anfang 2013 soll die Halle von den Vereinen genutzt werden. Die Investitionskosten werden mit 3,5 Millionen Euro kalkuliert. CDU-Fraktionschef Norbert Esser spricht von einer "wichtigen und guten Lösung". Im Rat und Planungsausschuss war der Ton während der Debatte um den Bau der Halle bisweilen gereizt. "Dennoch wurde im Endeffekt eine breite Mehrheit gefunden", sagt Zillikens.

Die rund 1500 Sportler des SV Bedburdyck, der SG Rot-Weiß Gierath und der DJK Blau-Weiß Bedburdyck werden in der Dreifachsporthalle eine neue Heimat finden. Vereinsvertreter betonten beim Spatenstich, dass der Bau der Halle für sie zukunftweisend sei. Die beiden alten Sporthallen in Bedburdyck und Gierath sollen abgerissen und das Gelände vermarktet werden. Dort soll ein Supermarkt seine Pforten öffnen. Die Gespräche hierzu laufen bereits. Bedburdyck und Gierath würden somit nicht nur bessere sportliche Möglichkeiten erhalten, sondern auch bei der Nahversorgung profitieren.

Die neue Halle an der Gierather Straße wird in direkter Nachbarschaft zu den bestehenden Außensportplätzen errichtet. Nördlich der Halle werden 51 Pkw-Stellplätze angelegt. "Es gibt die Möglichkeit, diese später noch zu erweitern", sagt Zillikens. Die Halle soll eine Gesamtnutzfläche von 2000 Quadratmetern haben. Durch zwei Trennvorhänge wird sie in drei Einheiten von je 15 mal 27 Metern unterteilbar sein. Das Gebäude wird sich in die eingeschossige Sporthalle und einen zweigeschossigen Nebenraumtrakt gliedern, der unter anderem Platz für Geräteräume, Umkleiden und sanitäre Anlagen bietet. Zwei der Umkleiden werden behindertengerecht gestaltet.

Die Halle ist für alle Ballsportarten bis zu einer Spielfeldgröße von 40 mal 20 Metern ausgelegt.

(NGZ/rl)