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Leichtathletik: Sommernachtslauf peilt neuen Rekord an

Leichtathletik : Sommernachtslauf peilt neuen Rekord an

Mehr als 4300 Voranmeldungen lagen der TG Neuss bis gestern vor – und auch das Wetter spielt mit.

Heute um 16 Uhr beginnt mit dem kurzweiligen Eltern-Kind-Lauf über 400 Meter auf dem Hamtorplatz in der Neusser City der 31. Sommernachtslauf. Womöglich der Auftakt einer Rekordveranstaltung, denn bis gestern lagen der veranstaltenden TG Neuss mehr als 4300 Voranmeldungen vor. Tendenz steigend. "Alleine von Donnerstag auf Freitag sind 600 dazugekommen", sagt Geschäftsführer Klaus Ehren.

Das Vorjahr hatte mit 3747 Läufern im Ziel eine Rekordmarke gesetzt – die könnte heute Abend nach 22 Uhr mit dem Finish der Team-Staffeln fallen. "Denn das Wetter wird bombastisch", frohlockt Ehren, "und in diesem Jahr fällt auch das japanische Feuerwerk in Düsseldorf als Konkurrenzveranstaltung weg, was sich sicherlich positiv auf die Zuschauerzahlen auswirken wird". Der willkommene Ansturm auf die Startplätze bringt Ehren und sein Team nun sogar in Nöte. "Im Moment wird es eng mit den Startnummern, davon haben wir nämlich nur 3500." Die Gefahr, dass daran der angepeilte Rekord scheitern könnte, bestehe indes nicht, beruhigt Ehren. Nachschub sei in Sicht. Bereits gestern Mittag hatten er und seine ehrenamtlichen Helfer den Großteil der Vorbereitungen abgeschlossen. Rund 400 fleißige Hände sind vonnöten, um den Lauf reibungslos über die Bühne zu bringen: Das Wettkampfbüro ist heute über den ganzen Tag verteilt mit insgesamt 35 Leuten besetzt, an der Strecke verrichten an die 120 Freiwillige ihren verantwortungsvollen Dienst. Der Auf- und Abbau beschäftigt noch mal gut 35 Arbeiter.

Für die Farbtupfer sorgen die Stars, die sich unter die Hobby-Läufer mischen werden. Etwa Sören Kah, der sowohl im Marathon als auch im Halbmarathon zu den besten deutschen Läufern zählt. Er ist heute Abend (20.15 Uhr) im Lauf über fünf Kilometer dabei. Die zehn Kilometer (19 Uhr) würzen mit ihren Starts Jacob Kendagor und Falk Cierpinski. Der aus Kenia kommende Kendagor hatte sich Anfang April in 59:36 Minuten den Sieg beim 33. Berliner Halbmarathon gesichert. Cierpinski, Sohn des zweifachen Marathon-Olympiasiegers Waldemar Cierpinski (DDR), hatte erst im September 2006 in Sydney seinen ersten Marathon bestritten (2:24 Stunden) und war 2007 endgültig vom Triathlon auf die Langstrecke gewechselt. Dieses Trio wird ebenso von dem dem Sommernachtslauf seit Jahren eng verbundenen Unternehmen Asics Deutschland unterstützt wie der vierfache Goldmedaillengewinner bei den Paralympics Wojtek Czyc. Der Sprinter läuft ab 20.45 Uhr die fünf Kilometer.

(NGZ)