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Sommerbiathleten trotzen Corona-Krise mit ungewöhnlichem Wettbewerb.

Sommerbiathlon : Mit „Sockenschuss“ aufs Treppchen

Sommerbiathleten trotzen der Corona-Krise mit ungewöhnlichem Wettbewerb.

Auch die Sommerbiathleten des SSV Neuss-Reuschenberg traf die Corona-Pandemie hart. Rheinland-Cup: abgesagt. Meisterschaftssaison: abgebrochen. Nichts geht mehr. Eben gerade doch! Die Kollegen des Uniformierten Schützenkorps Gifhorn in Niedersachsen wurden kreativ und brüteten den „1. Virtuellen Gifhorn-Cup“ aus.

„Das Konzept ist simpel, aber genial“, findet SSV-Sportwart Tobias Urbach: „Die bekannte Kombination aus Laufen und Schießen bleibt bestehen, nur schießen wir nicht mit dem Gewehr auf Zielscheiben, sondern werfen mit Sockenknäuel auf Toilettenpapierrollen. Da kann jeder mitmachen. Der, der einfach nur zum Spaß dabei ist, aber auch Spitzenathleten.“ Dementsprechend gab es vier Leistungsklassen. Eine „Schießeinheit“ bestand aus fünf Sockenknäueln, die auf die fünf Toilettenrollen geworfen wurden. Für verfehlte Rollen gab es jeweils eine Strafe von 15 Sekunden. Das Konzept kam an, fast 100 Sportler aus der ganzen Republik nahmen an diesem ungewöhnlichen Wettbewerb teil.

In der Jugendklasse männlich schaffte es Pascal Heine vom SSV Neuss-Reuschenberg mit der Endzeit von 11:01 Minuten auf einen überaus ordentlichen fünften Platz – ihm fehlten am Ende lediglich drei Sekunden zur Bronzemedaille. Seine Teamkollegen Lukas Riethmüller, Finn-Lukas Schmidt sowie Benedict Matula belegten die Ränge zehn, elf und zwölf. In der Damenklasse freute sich Fabienne Matula über ihre Zeit von 19:28 Minuten, die ihr den beachtlichen siebten Rang bescherte. Corinna Glombitza, Jenni Leff und Janet John schlossen den virtuellen Cup auf den Plätzen neun, zehn und 13 ab.

Als erfolgreiche Abräumer betätigten sich in Gifhorn die Herren des SSV Neuss-Reuschenberg. So gelang Melvin Spicker in 16:14 Minuten ein, so Urbach begeistert, „sensationeller“ Sieg. Der ebenfalls aktive Sportwart legte seinerseits das beste „Schießergebnis“ aller Reuschenberger auf und brachte in 17:03 Minuten Bronze mit an den Rhein. Auch seinen Mannschaftskameraden bescheinigte er „mit ihren Zeiten tolle Plätze.“ Jürgen Hillen wurde Vierter in 18:09 Minuten, Daniel Kapp erreichte Rang fünf (18:12 Minuten) und Andreas Heine beendete seinen Einsatz auf Rang sieben (18:34).