Korschenbroich : So bleiben Senioren fit

Die ersten Arbeiten sind bereits fertig: Der Verein "Sport Ältere Generation" setzt sicht für einen Senioren-Aktivplatz zwischen Rathaus und Gymnasium ein – mit Trimm-Dich-Geräten und einem Boule-Platz.

Die ersten Arbeiten sind bereits fertig: Der Verein "Sport Ältere Generation" setzt sicht für einen Senioren-Aktivplatz zwischen Rathaus und Gymnasium ein — mit Trimm-Dich-Geräten und einem Boule-Platz.

Die Idee ist bei Hubert Tokloth gereift, als er sich mit dem demografischen Wandel beschäftigte. "Die Gesellschaft wird ja bekanntlich älter. Darauf muss reagiert werden", sagt der Schatzmeister des Vereins "Sport Ältere Generation". In der Arbeitsgemeinschaft Demografischer Wandel hat der 74-Jährige zusammen mit Karl-Heinz Bednarzyk und Franz Münch dann den Plan entwickelt: Korschenbroich soll auf der Grünfläche zwischen Gymnasium und Rathaus einen Aktivplatz für Senioren bekommen. Der Anfang ist bereits gemacht: Im Oktober soll der erste Teil des Aktivplatzes fertig werden — der Boule-Platz. "Nur der Feinschliff fehlt noch", sagt Tokloth.

Die 15 Mann starke Boule-Gruppe, die dem Boccia ähnlichen Spiel in Korschenbroich mit Begeisterung nachgeht, hat den Platz am vergangenen Sonntag bereits getestet. Geht es nach Hubert Tokloth und seinen Mitstreitern, dann sollen in unmittelbarer Nähe zum Boule-Platz im Frühjahr kommenden Jahres einige Trimm-Dich-Geräte hinzukommen.

"Geplant sind vier Geräte", sagt Tokloth. Als Beispiel dient ein ähnlicher Aktivplatz in Neuss-Reuschenberg. An den Geräten, die unweigerlich an jene Fitness-Stationen erinnern, die während der Trimm-Dich-Bewegung in den 70er Jahren an vielen Orten errichtet wurden, sollen die Senioren etwas für ihre Gesundheit tun. Mit dem demografischen Wandel könnten die Trimm-Dich-Stationen eine Renaissance erleben.

Erste Kostenvoranschläge hat Hubert Tokloth bereits vorliegen. Kostenpunkt: etwa 3500 Euro pro Gerät. Der Bouleplatz kostet weitere 7000 Euro. "Die Kosten für den Senioren-Aktivplatz werden vom Verein ,Sport Ältere Generation' sowie Sponsoren getragen", erklärt Tokloth. Er ist überzeugt, dass das Angebot angenommen wird.

Mit dem Aktivplatz soll nicht nur ein Ort geschaffen werden, an dem sich die Senioren fit halten und etwas für ihre Muskulatur und Beweglichkeit tun können. Er soll auch eine Anlaufstation sein, ein Ort der Begegnung — kurzum: eine Stelle in der Stadt, an dem ältere Menschen zwanglos miteinander ins Gespräch kommen, Kontakte knüpfen und weitere Freizeitaktivitäten planen können. Hubert Tokloth ist überzeugt, dass solche Orte in Zukunft gefragt seien — und momentan noch fehlen.

Daher soll es auch nicht bei einem einzigen Aktivplatz in Korschenbroich bleiben. "Auf Sicht sollen ähnliche Anlaufstellen auch in den einzelnen Orten entstehen", sagt Tokloth. Doch erst einmal konzentriert er sich auf die Fertigstellung in der Nähe von St. Andreas.

(NGZ/rl)