Skaterhockey-Bundesliga Torjäger der Crash Eagles Kaarst fällt lange aus

Kaarst · Beim Skaterhockey-Erstligisten aus Kaarst trübt die Verletzung von Thimo Dietrich die Freude über den immens wertvollen 11:8-Heimsieg gegen die Duisburg Ducks.

 Felix Wuschech war gegen Duisburg vier Mal erfolgreich.

Felix Wuschech war gegen Duisburg vier Mal erfolgreich.

Foto: Eagles

Nach dem im Kampf um eine gute Position in den Play-offs wichtigen 11:8-Erfolg (2:2, 6:3, 3:3) über die Duisburg Ducks fiel es Georg Otten schwer, direkt wieder zur Tagesordnung überzugehen. Aufs Gemüt des beim Skaterhockey-Bundesliga Crash Eagles Kaarst schon in diversen Rollen auffällig gewordenen Vorsitzenden schlug die Verletzung von Thimo Dietrich. Der Torjäger hatte die Gastgeber nach nur 22 Sekunden auf Vorlage von Tim Dohmen zunächst in Führung geschossen, sah sich dann aber von einem, so Otten fassungslos, „heftigen Stockschlag eines Duisburger Verteidigers“ niedergestreckt. Otten befürchtet, dass die Adler in den nächsten sechs Wochen ohne ihren Nationalspieler werden auskommen müssen.

Zurück zum Spiel: Duisburg agierte eher defensiv und lauerte auf Konter. Eine dieser Möglichkeiten nutzte Ducks-Ikone Paul Fiedler zum nicht unverdienten Ausgleich (9.). Felix Wuschech eröffnete seinen gelungenen Arbeitstag mit dem Pass auf Moritz Otten zum 2:1 (17.) für die Eagles, aber die Ducks schlugen kurz vor der ersten Pause in Überzahl durch Henrik Müller zurück. Im zweiten Drittel ersetzte Roman Lienaerts im Tor der Hausheren Routinier Oliver Derigs, die die Partie für die etatmäßigen Goalies Daniel „Taylor“ Schneider und Richard Steffen begonnen hatte. Seine Vorderleute waren nun klar spielbestimmend. Tim-Niklas Wolff schnürte einen Doppelpack zum 4:2 (22./26.). Felix Wuschech erhöhte in Überzahl auf 5:2 (32.), Jakob Matzken beantwortete das 3:5 der Ducks durch Andre Petry (33.) mit dem wichtigen 6:3 (35.).

In der Folge nutzeten insbesondere Tim Dohmen und Felix Wuschech Überzahlsituationen weidlich aus: Dohmen bereitet mustergültig vor und Wuschech vollendete zum zwischenzeitlichen 8:3. Ärgerlich aus Kaarster Sicht, dass Duisburg noch vor dem Wechsel zweimal durch Pascal Behlau zu treffen vermochte. Im letzten Drittel legte das Duo Dohmen/Wuschech im Powerplay nach, zweistellig machte es dann der aus der Zweitvertretung aufgerückte David Dietrich, Bruder des verletzt ausgeschiedenen Thimo Dietrich. Er ließ mit einem Schlagschuss Jakob Theis im Duisburger Tor keine Chance (51.). Dohmen stellte im Anschluss sogar auf 11:5 (52.). Die Entscheidung.

Nicht zufrieden war der Kaarster Trainer Andre Ehlert freilich mit dem Ende der Begegnung. „Dass wir in den letzten Minuten noch drei Treffer kassieren, ist nicht in Ordnung“, monierte er und forderte: „Da müssen wir einfach cleverer spielen und nicht in unnötige Konter laufen“. Georg Otten beschränkte sich in seinem Fazit aufs Wesentliche: „Schlussendlich drei wichtige Punkte für uns und auch den direkten Vergleich mit Duisburg entschieden. Wir benötigen noch einen Sieg, um den dritten Platz zu festigen.“ Am 9. September empfangen die Eagles die Düsseldorf Rams und eine Woche darauf müssen sie in Bissendorf ran.