Skaterhockey : Crash Eagles müssen Weiterkommen teuer bezahlen

Skaterhockey: Schwere Verletzung von Dominik Boschewski trübt Kaarster Freude über vorzeitigen Einzug ins DM-Halbfinale.

Der Meister hält Kurs Richtung Titelverteidigung, doch den vorzeitigen Einzug ins Halbfinale der Deutschen Skaterhockey-Meisterschaften mussten die Crash Eagles Kaarst teuer bezahlen. Denn im letzten Drittel des Gastspiels bei den Highlandern Lüdenscheid verletzte sich Mannschaftskapitän Dominik Boschewski nach einem Stockschlag seines Gegenspielers so schwer, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Dessen ungeachtet setzten sich die Kaarster, die bereits das Viertelfinal-Hinspiel mit 13:3 für sich entschieden hatten, in der Verlängerung – nach Ablauf der regulären Spielzeit hieß es 9:9 – mit 11:10 durch und ersparten sich so ein Entscheidungsspiel am kommenden Samstag. Der Gegner im Halbfinale steht noch nicht fest, denn der HC Köln-West setzte sich mit 13:6 bei Samurai Iserlohn durch und erzwang nach seiner 7:8-Heimniederlage ein drittes Spiel, das am Samstag wiederum in Köln ausgetragen wird.

Die Freude beim Titelverteidiger wurde allerdings durch die Vorkommnisse in Lüdenscheid heftig getrübt. Dominik Boschewski geriet nach einem Stockschlag seines Gegenspielers ins Taumeln und wurde umgerissen, anschließend stürzten noch zwei Spieler der Hausherren auf den am Boden liegenden Kaarster. „Es dauerte dann ewig, bis Notarzt und Krankenwagen kamen, um den schwer verletzten Domenik Boschewski ins Krankenhaus bringen konnten,“ sagte Eagles-Trainer Georg Otten. Der sich über weitere „unschöne Szenen“ ärgerte. Zunächst „flogen schon vor Spielende Gegenstände von der heimischen Trainerbank auf das Spielfeld, was den Schiedsrichtern verborgen blieb,“ sagt Otten. Nach dem Schlusspfiff sei es dann noch zu einem „ordentlichen Handgemenge“ gekommen, wobei, wie der Eagles-Vorsitzende zugibt, „sich auch die Kaarster nicht mit Ruhm bekleckerten.“ Die Folge des Ganzen: Zwei Rote Karten nach dem Schlusspfiff für Lüdenscheids Routinier Jiri Svejda und den Kaarster Moritz Otten, der davon erst auf der Heimfahrt per Telefon erfuhr.

Skaterhockey gespielt wurde auch in der Halle des Bergstadt-Gymnasiums. Dort übernahmen die Gäste zunächst das Kommando und führten zur ersten Drittelpause durch Treffer von Moritz (2) und Lennart Otten bei einem Gegentor durch Lucas Kleinschmidt mit 3:1. Danach kamen die Gastgeber besser ins Spiel und glichen durch Jiri Svejda und Andre Bruch aus. Durch Treffer von Thimo Dietrich, Felix Wuschech und Moritz Otten zogen die Kaarster auf 6:3 davon, die Anschlusstore von Svejda und Bruch beantwortete erneut Thimo Dietrich mit dem 7:5, mit dem es auch ins letzte Drittel ging.

In dem gelang den Highlandern nicht nur durch Andre Bruch und Mirko Reine der Ausgleich, nach dem erneuten Führungstreffer durch Thimo Dietrich brachten Roy und Michael Prince die Lüdenscheider beim 9:8 sogar erstmals in Führung. Die glich Jan Wrede erneut aus, und weil nach der langen Verletzungsunterbrechung bis zum Ende der regulären Spielzeit auf beiden Seiten keine Tore mehr fielen, ging es in die Verlängerung. Moritz Otten und Thimo Dietrich schossen hier die Eagles mit 11:9 in Front, mehr als der Anschlusstreffer durch Andre Bruch gelang den Gastgebern nicht, auch weil Eagles-Torhüter Niclas Stobbe mehrmals glänzend parierte. Doch rechte Freude wollte darüber nicht aufkommen beim Deutschen Meister, auch wenn ihm jetzt nur noch vier Siege bis zur Titelverteidigung fehlen.