Skaterhockey: Crash Eagles Kaarst gelingt eine meisterliche Aufholjagd

Skaterhockey : Crash Eagles gelingt eine meisterliche Aufholjagd

Nach 0:4-Rückstand schlägt Kaarst die Highlander Lüdenscheid noch mit 11:9.

Das muss den Crash Eagles Kaarst erstmal einer nachmachen: Obwohl der Deutsche Meister im Skaterhockey im Bundesliga-Heimspiel gegen Lüdenscheid nach acht Minuten bereits mit 0:4 zurücklag, eroberte er mit dem 11:9-Sieg (2:5, 5:2, 4:2) über die Highlander sogar noch den Tabellenthron. Denn  zeitgleich unterlag der SHC Rockets Essen daheim den Bissendorfer Panthern überraschend mit 7:8, womit im Oberhaus nun kein Team mehr ohne Niederlage ist.

Mit wegen der schmerzlichen Ausfälle von Tim Dohmen, Moritz Otten (beide krank) und Christian von Berg (beruflich in Hamburg im Einsatz) neu sortierten Reihen taten sich die Hausherren zunächst ungeheuer schwer. In die Unsicherheit stachen die Highlander wie ein Schwert, lagen in der achten Minuten durch Treffer von Lucas Kleinschmidt, André Bruch und Jiri Svejda (2) mit 4:0 vorne. Ein Zwischenstand, der den Champion freilich nur mäßig beeindruckte. Noch vor der ersten Drittelpause verkürzten Lennart Otten und Nils Lingscheidt auf 2:4. Es nützte den Gästen auch nichts, dass sie mit Matti Stein sofort zurückschlugen, denn mit den Kaarster war nun nicht mehr zu spaßen: Nach Wiederbeginn stellte Thimo Dietrich mit zwei Toren den 4:5-Anschluss her. Die Highlander wehrten sich verzweifelt, André Bruch erhöhte auf 6:4 und traf nach den Treffern von Johannes Matzken und André Ehlert zum zwischenzeitlichen Ausgleich auch zum 7:6 für Lüdenscheid. Wiederum André Ehlert glich zum 7:7 aus.

Damit ging es ins Schlussdrittel, in dem den qualitativ nicht so üppig wie die Adler besetzten Sauerländern allmählich die Puste ausging: Lennart Otten schoss die Hausherren mit einem Doppelpack erstmals in Führung, der famose André Bruch markierte das 8:9. Kapitän Dominik Boschewski netzte in Überzahl zum entscheidenden 10:8 ein. Dass Matti Stein zehn Sekunden vor der Schlusssirene die nie aufsteckenden Gäste noch mal auf 9:10 heranbrachte, hatte nur noch statistischen Wert, zumal Thimo Dietrich den Ball nur fünf Sekunden später zum 11:9-Endstand ins nun verwaiste Gehäuse der Highlander schoss.

Routiniert zog Eagles-Vorsitzender Georg Otten kurz darauf Bilanz, sprach von einem „verdienten Sieg in einem spannenden Spiel.“ Nicht ganz zufrieden war er indes mit dem Zuschauerzuspruch: „Diese Partie hätte mehr als die nur rund hundert Besucher verdient gehabt.“ Aber es muss ja auch noch Steigerungspotential geben.

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