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Galopp: Silvester-Renntag ersatzlos gestrichen

Galopp : Silvester-Renntag ersatzlos gestrichen

Am letzten Tag des Jahres bleibt die Neusser Galopprennbahn dunkel – gelaufen wird am 30. Dezember in Dortmund

Der Traditionsrenntag zu Silvester auf der Neusser Galopprennbahn findet 2012 nicht statt. Der Grund: Im Terminplan des Galopper-Dachverbandes standen stets die Termine 30. und 31. Dezember. Jetzt wurde der 31. Dezember gestrichen.

Dazu der Neusser Rennvereins-Präsident Jan-Antony Vogel gestern auf NGZ-Anfrage: "In den Verbandsgremien war man sich einig, dass zwei Renntage unmittelbar hintereinander in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage keinen Sinn machen. Sie wären auch von der Anzahl der für die Sandbahnen zur Verfügung stehenden Pferde überhaupt nicht machbar gewesen. Deshalb ist die Entscheidung getroffen worden, den wirtschaftlich besseren Sonntag zu bevorzugen und deshalb den Silvester-Renntag am Montag abzusagen." Im Vergleich der Wettumsätze zwischen Neuss und Dortmund schnitt Neuss jedoch immer deutlich besser ab.

Chefmanager Andreas Tiedtke vom Dachverband in Köln bestätigte die schon vor etlichen Tagen gefallene, der Öffentlichkeit aber geheim gehaltene Entscheidung. Der Neusser Präsident Vogel gestand ein: "Da hat es an der Kommunikation gehapert." Damit geht auch die populäre Championatsehrung nach Dortmund, denn diese Ehrungen wie angedacht am 6. Januar 2013 in Neuss abzuhalten ist völlig sinnlos, da eine Vielzahl der Aktiven dann bereits Urlaub macht und für diese wenigen Minuten nicht nach Neuss anreist. Der Kampf um die Championate der Trainer und Reiter ist dabei spannend wie selten und es wären sogar verstärkt Pferde aus Berlin-Hoppegarten und Hannover angereist, da sich die dort ansässigen Trainer Roland Dzubasz (Hoppegarten) und Jürgen Gröschel noch Chancen ausrechnen.

Immerhin bleibt dem Neusser Rennverein noch der stimmungsvolle Renntag am Zweiten Weihnachtstag. Der erste Renntag der Wintersaison in Neuss findet am 2. Dezember statt. Es folgen dann der 16. und 26. Dezember. Die finanzielle Verantwortung für die Wintersaison obliegt ohnehin dem Dachverband. Dort ist Jan Antony Vogel der Präsident aller Rennvereine und war gestern dort auch auf einer Sitzung im Einsatz.

(kgoe)