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SG Rommerskirchen/Gilnach macht Meisterstück in der Kreisliga A

Fußball : Rommerskirchen macht Meisterstück

Mit Charakter, Fleiß und Qualität schafft der A-Kreisligist von der Gillbach die Rückkehr in die Fußball-Bezirksliga.

Der Titelkampf in der Fußball-Kreisliga A war in diesem Jahr so spannend wie schon lange nicht mehr. Den längsten Atem hatte die SG Rommerskirchen/Gilbach, die ihr grandioses Jahr mit dem Aufstieg in die Bezirksliga krönt. Ein verdienter Meister.

Charakter. Trainer Dennis Zellmann kam erst vor der Saison an den Nettesheimer Weg, doch innerhalb weniger Monate ist ihm die Mannschaft ans Herz gewachsen. Fragt man ihn nach der größten Qualität seiner Jungs, nennt er den Charakter. Mit 25 Spielern hatte Rommerskirchen für Kreisliga-Verhältnisse einen recht großen Kader, doch Zellmann sagt: „Da hat nie jemand Stunk gemacht. Alle haben immer hart gearbeitet und sich angeboten.“ Hervorragend war also auch die „Qualität im Training“.

Fleiß. Der Coach trainierte stets mit mindestens 17 Spielern. Dieser Fleiß machte sich natürlich auch auf dem Platz bemerkbar: „Wir mussten gegen Ende nie nachlassen und konnte immer noch einmal einen drauflegen. Die Ausdauer war eine große Stärke von uns“, so Zellmann.  Lob gibt es von ihm auch für den Verein: „Das Umfeld ist immer ruhig geblieben und ich habe vom Vorstand große Unterstützung erhalten.“

Qualität. Doch nicht nur der Fleiß und das Umfeld stimmte, sondern auch die fußballerische Qualität in allen Mannschaftsteilen war hoch. Oliver Wirtz und Kevin Zur, die sich die Torhüterposition teilten, hatten großen Anteil daran, dass „Roki“ mit 39 Gegentoren die beste Defensive stellte. In der Abwehr hielten Größen wie Dennis Gulin, Felix Müller, Thorsten Recklebe oder Jan Trippelsdorf den Laden zusammen. In der Zentrale organisierten die hervorragenden Ballverteiler Frederic Leufgen und Dirk Drechsler. Offensiv wirbelten zahlreiche flinke und zielstrebige Angreifer – in Francesco Sidero (24 Tore) und Meikel Kupper (20) knackten gleich zwei Stürmer die 20-Tore-Marke, aber auch Lennart Friederichs steuerte 17 Treffer und 14 Assists bei. Insgesamt traf Rommerskirchen 102 Mal ins gegnerische Tor.

Konkurrenz. Ein Faktor, der die Spielgemeinschaft zu Höchstleistungen getrieben hat: die Konkurrenz. Die Liga war an der Spitzte extrem ausgeglichen. Bis zum direkten Duell zwischen Rommerskirchen und Grevenbroich-Süd am 28. Spieltag war noch alles offen. Aber auch andere Teams, wie Herbstmeister SV Rosellen oder die Reserve des SC Kapellen ließen Rommerskirchen keine Luft zum Atmen. „Wir durften nie locker lassen. Wir hatten einen ständigen Druck und sind gejagt wurden. Das hat uns angespornt“, erklärt Zellmann.

Zukunft. Nach zwei Jahren in der Kreisliga A ist die SG damit zurück in der Bezirksliga. Die vorangegangene Reise dauerte drei Spielzeiten. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, in der Liga anzukommen und im gesicherten Mittelfeld zu landen“, sagt der Trainer. Alles andere als der Klassenerhalt wäre für einen Aufsteiger aber auch utopisch. Der Kader bleibt weitestgehend zusammen. Bislang steht in Keeper Dominik Lingweiler (VfL Jüchen/Garzweiler) nur ein Neuzugang fest. Zellmann erklärt: „Wenn wir jemanden holen, dann nur, wenn er uns in der Spitze verstärkt. In der Breite sind wir sehr gut aufgestellt. Wir werden die Augen offenhalten und Optionen ergreifen, wenn sie sich uns bieten.“

Der Meistertipp vom Meistertrainer für die Spielzeit 2019/20: FC Delhoven, 1. FC Grevenbroich-Süd, SV Rosellen oder SC Kapellen II.