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Korschenbroich: Senioren sollen aktiv bleiben

Korschenbroich : Senioren sollen aktiv bleiben

Das Projekt "Aktiv und mobil im Alter" geht in eine neue Runde: In zwei stationären Einrichtungen sowie in fünf Seniorenbegegnungsstätten im Rhein-Kreis werde Kurse zur Sturzprävention angeboten.

Im Seniorenzentrum "Haus Timon" in Kleinenbroich fiel jetzt der Startschuss zur dritten Staffel "Aktiv und mobil im Alter". Insgesamt werden von diesem Angebot rund 80 Senioren kreisweit profitieren. Für Männer wird es erstmals eigene Gruppen geben. Gezieltes Gleichgewichts- und Krafttraining soll Stürze verhindern helfen und das Wohlbefinden der älteren Menschen steigern.

Seltener Besuch in der Kleinenbroicher Pflegeeinrichtung: Gesundheitsdezernent Karsten Mankowsky, seine Mitarbeiterin Cornelia Löbhard-Mann sowie die Projektpartner Dr. Günter Clausen vom Vorstand der Ärztekammer Nordrhein sowie Jan Wriggers von der Betriebskrankenkasse der Deutschen Bank stellten jetzt das Programm vor.

"Es geht darum, das Leben auch im Alter aktiv zu gestalten, und zwar ohne Stürze", erklärte Mankowsky. Im Alter lasse die Kraft nach, eine Bordsteinkante oder eine Türschwelle werde zur Herausforderung. Und er machte auf Folgendes aufmerksam: "Ein Sturz im hohen Alter kann zu einer Pflegebedürftigkeit führen." Die Ärztekammer unterstützt die Aktion durch ihre Mitglieder, in den Praxen werden Flyer ausgelegt. Für Günter Clausen ist es wichtig, dass die alten Menschen ihre Selbstkompetenz behalten und weiter ausbauen.

Jan Wriggers wies darauf hin, dass die Betriebskrankenkasse der Deutschen Bank bereits vor sieben Jahren das erste Projekt dieser Art in Düsseldorf gefördert habe. Jetzt stellt sein Unternehmen die Übungsgeräte zur Verfügung wie zum Beispiel Fußgewichts-Manschetten und farbige Hanteln.

Steffi Richter (42) präsentierte als Physiotherapeutin spontan mit Bewohnern von Haus Timon, wie so ein Training aussieht. Sie wird nach den Herbstferien regelmäßig als Übungsleiterin zur Verfügung stehen. Dieses Angebot ist ebenso nur für Bewohner des Hauses wie das im Malteserstift St. Katharina in Dormagen. Aber es gibt auch fünf offene Angebote, die Anfang November starten. "Die genauen Termine werden noch bekanntgegeben", so Cornelia Löbhard-Mann.

Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei zwölf, zurzeit sind jeweils acht bis zehn Plätze bereits besetzt. Die Teilnahme ist kostenlos. Offene Angebote gibt es im Kloster Langwaden (nur für Männer), im Seniorenhaus Lindenhof in Grevenbroich, im Gemeindezentrum der Johanneskirche in Neurath, im Gemeindezentrum der Markuskirche Gustorf sowie in Meerbusch in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt.

(NGZ)