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Jüchen: Senioren-Park schafft 100 Arbeitsplätze

Jüchen : Senioren-Park schafft 100 Arbeitsplätze

Mit dem Bau des Senioren-Parks auf dem ehemaligen Sportplatz werden neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. Auch das Interesse privater Investoren an den Wohnungen ist groß: 60 Prozent sind bereits verkauft.

Bürgermeister Harald Zillikens blickt zufrieden auf Jüchens neueste Großbaustelle: "Immer wenn ich sehe, dass sich der Kran an der Garzweiler Allee dreht, freue ich mich", erklärt er. Dort entsteht ein Senioren-Projekt, zu dem neben 36 Einheiten für betreutes Wohnen auch ein Gebäudekomplex mit 86 stationären Pflegeplätzen, ein Café, eine Wäscherei und eine Großküche gehören. Neben dem Haus "Maria Frieden" ist es das zweite Pflegeheim für Jüchen.

"Der Bedarf ist zuvor mit dem Rhein-Kreis ermittelt worden und ab 2015 akut", erklärt Zillikens. "Wir haben lange nach einem geeigneten Investor gesucht, und durch den Senioren-Park wird das gesamte Wohnquartier aufgewertet."

Nicht nur der Bau eines öffentlich zugänglichen Cafés — dessen Betreiber noch nicht feststeht —, sondern auch die rund 100 neuen Arbeits- und Ausbildungsplätze am Standort hätten den Ausschlag gegeben, sich für diesen Investor zu entscheiden, ergänzt Zillikens. Anfang des Jahres hatte die Kommune das Grundstück für rund eine Millionen Euro an Soleo Invest, ein Beratungs- und Planungsunternehmen für Sozial- und Gesundheitsimmobilien mit Sitz in Kaarst, verkauft und so auch den Weg für private Kapitalanleger frei gemacht.

Dass der Standort Jüchen überaus beliebt ist, zeigt die hohe Verkaufsquote der Wohnungen, die im Februar 2014 bezugsfähig sein sollen. "Wir sind von dem Zuspruch förmlich überrannt worden", erzählt Max Piotrowski vom Vertreiber Soleo Invest. Rund 60 Prozent der insgesamt 36 Wohneinheiten für betreutes Wohnen hätten schon jetzt einen Eigentümer. "20 weitere Prozent sind reserviert und die restlichen 20 Prozent werden wir bis zum Jahresende sicherlich auch noch verkaufen", erklärt Piotrowski voller Zuversicht.

Betreiber der neuen Anlage wird "Carpe Diem", eine Gesellschaft für Sozialeinrichtungen aus Wermelskirchen, sein. Neben der baulichen Planung versucht man dort, ein umfassendes Leistungspaket für die künftigen Bewohner zusammenzustellen. "Wir nehmen schon jetzt Kontakt zu örtlichen Vereinen auf, informieren uns über Freizeitmöglichkeiten und die örtliche Infrastruktur", erklärt Geschäftsführer Jan Schreiter.

"Wir betonen das Wohnen abseits des Krankenhaus-Charakters, der solchen Pflegeeinrichtungen oft nachgesagt wird", ergänzt er. So wolle man in Jüchen eine flexible Wohnform anbieten, die mit dem Leben in einer Mietwohnung vergleichbar sei. "Bewohner im betreuten Wohnen haben jedoch den Vorteil, dass sie jederzeit Angebote wie den hauseigenen Mahlzeiten-Service, einen Reinigungsdienst oder auch ambulante Unterstützung in der Pflege anfordern können." Würde sich der gesundheitliche Zustand der Bewohner ändern, wäre ein Umzug in den Gebäudekomplex mit 86 integrierten stationären Pflegeplätzen möglich, ergänzt Schreiter.

Die Bagger an der Garzweiler Allee rollen im Akkord: Schon im Frühjahr soll der Rohbau fertig werden, bis Ende 2013 die Arbeiten am Innenausbau abgeschlossen sein und die Bauabnahme erfolgen. "Bis zur Eröffnung im Februar 2014 bleibt Zeit zur Möblierung", skizziert Schreiter den Zeitplan.

(NGZ/rl)