Jüchen : Senioren beziehen Wohnpark

Die ersten Mieter füllen die neue barrierefreie Wohnanlage am Bahnhof Hochneukirch mit Leben. Im Bahnhof Hochneukirch soll für sie ein Gesellschaftsraum entstehen, dort zieht auch der Arbeiter-Samariter-Bund ein.

In seiner neuen Wohnung hat sich Erwin Milz (76) schon gut eingelebt. Vor knapp zwei Wochen hat der Jüchener sein Domizil im ersten Stock eines der vier Neubauten am Bahnhof Hochneukirch bezogen. Noch sind in dem Senioren-Wohnpark einige Wohnungen leer, vermietet sind sie laut Eigentümer jedoch alle.

Draußen beherrschen Bauzäune, braune Erde und kahle Wege das Bild. Aber "die Baustelle stört mich gar nicht", sagt Milz. Irgendwann sei ja alles schön grün. Und irgendwann, genauer gesagt voraussichtlich Ende 2012, ist auch der Bahnhof nebenan fertig. Nach derzeitigem Stand soll der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) die eine Hälfte mit einer Tagespflege-Einrichtung beziehen, im anderen Teil entsteht ein rund 80 Quadratmeter großer Gesellschaftsraum für die Mieter des Wohnparks.

Vertrag ist ausgearbeitet

"Spätestens im Laufe des vierten Quartals", sagt Günther Berger, Sprecher der sechsköpfigen privaten Investorengruppe der Anlage, soll der ASB 2012 die vom Vorplatz aus gesehen linke Hälfte des Bahnhofsgebäudes beziehen. "Es gab Gespräche mit dem Rhein-Kreis Neuss, den Investoren und Architekten. Wir haben gemeinsam einen Vertrag erarbeitet." Bevor das Dokument unterschrieben werden kann, brauche der ASB aber noch eine Genehmigung des Landschaftsverbands Rheinland. In der rechten Bahnhofshälfte ist Platz für ein Pflegedienstbüro und zwei kleine Wohnungen im Obergeschoss, unten wird der Gesellschaftsraum untergebracht.

"Da kann man dann Geburtstage oder andere Familienfeste feiern", erzählt Brigitte Knittel. Sie gehört wie Erwin Milz zu den ersten Mietern des Seniorenparks und fühlt sich wohl auf ihren neuen, rund 50 barrierefreien Quadratmetern. Am Vortag hat die 81-Jährige eine Erdgeschosswohnung bezogen. "Man kann es sich hier nicht besser wünschen", lobt sie. Der Bahnverkehr habe sie in ihrer ersten Nacht nicht gestört, "von den Zügen hört man gar nichts".

41 Wohnungen gehören zu der Anlage. "Die Mieter kommen aus Dortmund, Duisburg, Leipzig. Ein paar sind aus Mönchengladbach, 17 oder 18 aus Jüchen", zählt Günther Berger auf. Im Frühjahr soll rund um die vier Neubauten Gras gesät werden, Mitte Oktober werden Beete bepflanzt, das rund 6000 Quadratmeter große Gelände soll auch noch eingezäunt werden. Mieter Erwin Milz kann gemütlich von seinem Balkon aus beobachten, wie die Arbeiten voran gehen.

(NGZ/rl)
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