Korschenbroich: Sempell schafft neue Arbeitsplätze

Korschenbroich : Sempell schafft neue Arbeitsplätze

Der Kraftwerks-Armaturen-Hersteller investiert innerhalb von zwei Jahren 20 Millionen Euro am Standort Korschenbroich. Mehr als 120 neue Stellen werden geschaffen. Gestern stellte Sempell-Vorstand Achim Trasser in Aussicht: "Wir wollen bis 2018 nochmals diese Summe investieren."

Gestern war ein guter Tag für den Sempell-Vorstand Achim Trasser, für die Tyco-Präsidenten David Dunbar und Patrick Decker und für die 530 Mitarbeiter: Die neue Halle mit Montagebereich, Prüfstraßen, Regallager und Sauberraum für nukleare Komponenten — elf Meter hoch und 2500 Quadratmeter groß — wurde gestern mit einem Festakt in Betrieb genommen.

Die Investition liegt bei 20 Millionen Euro. "Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Korschenbroich", versicherte dann auch ein bestens gelaunter Achim Trasser. Und er war noch steigerungsfähig: "Unsere Planungen laufen bis 2018. Bis dahin wollen wir nochmals die gleiche Summe in Korschenbroich investieren."

Achim Trasser (53) ist seit elf Jahren bei Sempell in Korschenbroich. Das Herz des gebürtigen Rheinländers mit Wohnsitz in Kiel schlägt für den Standort Korschenbroich: "Ich bin froh, hier zu arbeiten." Der Grund: "Wir sind enorm erfolgreich." Das war nicht immer so: In den Jahren 2002/2003 war es Trasser, der an der Werner-von-Siemens-Straße schmerzliche Einschnitte vornehmen musste. Über 600 Stellen fielen im Überlebenskampf zum Opfer. Heute ist das längst Vergangenheit.

Durch das Investitionsprogramm konnte Sempell seit 2007 über 125 neue Arbeitsplätze in Korschenbroich schaffen und gleichzeitig die Betriebseffizienz des Werkes immens steigern. Während Sempell 2008 bereits einen Jahresumsatz von 80 Millionen Euro verbuchen konnte, spricht Trasser mittlerweile von 130 Millionen Euro. Auch hier will der Sempell-Vorstand noch zulegen: "Die neue Halle bietet uns vielfältige Möglichkeiten", spricht Trasser die Kapazitätserweiterung und eine deutliche Verbesserung der Produktionsabläufe an.

Der Versand wird ebenfalls in der Halle konzentriert: "Das spart Wege und Zeit." Zudem will Trasser den aktuellen Service weltweit ausbauen. "Wir brauchen für unsere Kunden noch mehr Service-Stationen vor Ort. Beim kleinsten Problem können Monteure und Ingenieure nicht mal schnell nach China, Russland oder Korea fliegen."

Trotz der veränderten Energiepolitik in Deutschland, sind die Produktionsbücher von Sempell "weiterhin übervoll". Das Unternehmen, das seit 1997 zur Tyco International Ltd. gehört, verfügt seit über 130 Jahren über Erfahrungen in der Kraftwerks-Armaturen-Herstellung. Der Marktführer aus Korschenbroich versteht sich als zuverlässiger Partner der Kraftwerksindustrie.

Die Standbeine heißen Braunkohle, Steinkohle, Gas, Solarenergie und Kernkraft. Und auch hier gab's gestern ein klares Bekenntnis von Sempell-Vorstand Achim Trasser: "Wir werden bis zum letzten Produktionstag die Kernkraftwerke mit unseren Armaturen beliefern und mit unserem Fachwissen unterstützen."

(NGZ/rl)