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Jüchen: Sekundarschule lockt Rommerskirchener an

Jüchen : Sekundarschule lockt Rommerskirchener an

Die Sekundarschule in Jüchen nimmt weiter konkrete Formen an. Am Samstag sollen Eltern bei einem Tag der Offenen Tür informiert werden. Im benachbarten Rommerskirchen stößt die Schulform ebenfalls auf Interesse. "Wir würden Schüler aus Rommerskirchen selbstverständlich herzlich begrüßen", sagt Bürgermeister Harald Zillikens. Von einem Abwerben könne keine Rede sein, der Schulfrieden bliebe gewahrt. "Die Sekundarschule ist eine Regelschule und darf somit auch Schüler anderer Kommune beschulen", stellt Zillikens fest.

In der Nachbargemeinde waren Stimmen von Eltern laut geworden, die für ihre Kinder eine Sekundarschule wünschen. Offenbar hat Susanne Schumacher, die an der Realschule Jüchen unterrichtet und in Rommerskirchen lebt, die Werbetrommel gerührt. "Ich bin von vielen Eltern angesprochen worden", sagt Schumacher. Denen hat sie die Idee nahegebracht, ihre Kinder doch gegebenenfalls in Jüchen anzumelden. "Es ist in jedem Fall ein Tipp für Rommerskirchener", sagt Susanne Schumacher, die in der Steuergruppe der Realschule das Konzept der Sekundarschule federführend mit vorbereitet hat.

Sollten sich tatsächlich Rommerskirchener Schüler für die Jüchener Sekundarschule entscheiden, wäre das Minimum von 75 Anmeldungen noch leichter zu erreichen. Bürgermeister Zillikens weiß um die Attraktivität des Angebots: "Schließlich fällt der bekannte Frontalunterricht weg, die Schule verkörpert einen neuen Geist." Altmodischer verliefe allerdings der Transfer der Rommerskirchener zum Schulgebäude in Hochneukirch. Einen Schulbus wird es wohl nicht geben. "Aber die Zugverbindung ist vorhanden, fährt im 30-Minuten-Rhythmus und ist allen Schülern zuzumuten", sagt Zillikens. Erfahrungen gebe es bereits: "Wir haben zwei Rommerskirchener Schüler in der Hauptschule in Hochneukirch. Der Transport funktioniert."

(NGZ)