Jüchen : Sekundarschule ist genehmigt

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat den Antrag für eine Sekundarschule in Jüchen bewilligt. Jüchen wäre die erste Kommune im Kreis mit der neuen Schulform, wenn 75 Kinder angemeldet werden. Start wäre im August 2012.

Schulministerin Sylvia Löhrmann hat gestern "Grünes Licht" für 50 Sekundarschulen in Nordrhein-Westfalen gegeben. Die Gemeinde Jüchen gehört dazu — als erste Kommune im Rhein-Kreis Neuss. "Ich bin stolz, dass wir die Ersten sind", sagte Bürgermeister Harald Zillikens gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Dies sei, so der Verwaltungs-Chef, der vorletzte Schritt für die neue Schulform: "Für den letzten Schritt sind die Eltern entscheidend." Nur, wenn 75 Kinder für die Sekundarschule angemeldet werden, wird die Bezirksregierung den Schulbetrieb genehmigen, dann kann dort ab August der Unterricht starten. Georg Broens, der die pädagogische Steuerungsgruppe führte und der Leiter der Sekundarschule werden will, freut sich: "Ich bin optimistisch, dass die Anmeldungen reichen."

Anmeldung bis 14. Februar

Offiziell hat die Jüchener Gemeindeverwaltung das "Ja" zum Antrag auf die Sekundarschule noch nicht im Briefkasten — deutliche positive Signale habe es, so Zillikens, bereits im Vorfeld gegeben. Das deutlichste Zeichen war die Vorstellung des Anmeldeteams, das Georg Broens und Karl-Heins Schlazse leiten, am 25. Januar.

Was der bewilligte Antrag für Jüchener Eltern von Viertklässlern bedeutet: Sie können bis zum 14. Februar ihre Kinder entweder für die neue Sekundarschule oder für das Gymnasium anmelden. Von den 178 Viertklässlern, die im August zu einer weiterführenden Schule wechseln, werde sich, so Georg Broens, "erfahrungsgemäß rund die Hälfte für das Gymnasium anmelden". Die Bezirksregierung Düsseldorf und die Gemeinde rechnen mit bis zu hundert Meldungen — dann würde die Sekundarschule mit vier Klassen starten.

Was das "Ja" zum Antrag für die Gemeindeverwaltung bedeutet: Sie muss zunächst das Anmeldeverfahren abwarten und kann dann handeln. "Wir werden erst weitere Schritte einleiten, wenn wir wissen, mit wie vielen Schülern wir starten", sagt der Bürgermeister. Entscheidend sei auch, wie viele Kinder mit Behinderungen Sekundarschüler werden. Fest steht: Kommt die Sekundarschule, muss ein Gebäudeteil der Hochneukircher Ganztagshauptschule umgebaut werden — unter anderem mit einem Aufzug. Die Verwaltung rechnet mit Investitionen in Höhe von etwa 155 000 Euro.

Auch Georg Broens wird erst die Anmeldezahlen abwarten müssen, ehe die Schulorganisation starten kann. "Wir müssen dann schnellstmöglich das Kollegium aufbauen." Geplant seien derzeit zwölf Vollzeitstellen, wobei Broens 24 halbe Stellen favorisieren würde. Die Lehrer der Sekundarschule sollen aus der Realschule und der auslaufenden Hauptschule kommen: "Zudem brauchen wir zu einem Drittel Kollegen mit Sekundarstufe-II-Eignung", so Broens. Er selbst will sich über eine Stellenausschreibung für die Leitungsfunktion bewerben. Dann würde Konrektorin Cornelia Klasen die Realschule leiten.

(NGZ)