Jüchen : Sekundarschule: Infos für Eltern

Die Gemeinde stellt Eltern das pädagogische Konzept der Sekundarschule an zwei Informationsabenden vor. Der Rat soll dann in seiner nächsten Sitzung am 24. November den Antrag für die neue Schulform stellen.

Die Gemeinde möchte das Konzept für die Sekundarschule mit zwei Informationsveranstaltungen vorstellen. Zunächst können sich Eltern am Dienstag, 8. November, 19.30 bis 21 Uhr, im Forum der Realschule, Stadionstraße 77, über die neue Schulform informieren. Eine zweite Möglichkeit gibt es am Montag, 21. November, 19.30 bis 21 Uhr, in der Hauptschule Hochneukirch, Mühlenstraße 19.

Das Interesse an der Sekundarschule ist groß. Deutlich wurde dies bei einer Elternbefragung der Gemeinde. Demnach unterstützen 89 Eltern von Viert- und 83 Eltern von Drittklässlern der Jüchener Grundschulen die neue Schulform. In der Umfrage hatten sie erklärt, ihre Kinder auf eine Sekundarschule schicken zu wollen. Damit übertrifft die Gemeinde den erforderlichen Schnitt von Ja-Stimmen. Mindestens 75 Mütter und Väter hätten sich für die Sekundarschule aussprechen müssen. Die Gemeinde kann die Planung für eine Einführung der Sekundarschule nun konsequent vorantreiben. Insgesamt wurden 398 Eltern befragt.

Auf Grundlage des Umfrageergebnisses soll der Rat in seiner Sitzung am 24. November über den Antrag für eine Sekundarschule entscheiden. Bürgermeister Harald Zillikens hat sich bereits klar positioniert: "Wir wollen diese Schule." Das entsprechende Konzept wurde von einer pädagogischen Steuergruppe unter Leitung von Georg Broens, Leiter der Realschule, entwickelt. Bei den Info-Veranstaltungen wird dieses im Detail erläutert. Ein Schwerpunkt liegt auf integrativen Unterrichtsformen. Zudem soll mitgeteilt werden, wie das Anmeldeverfahren im Februar 2012 aussieht und welche Unterschiede zwischen Gemeinschafts- und Sekundarschule bestehen.

Auf die Einführung dieser Schulform hatten sich SPD, Grüne und CDU nach langem Ringen im Landtag geeinigt. Die rot-grüne Minderheitsregierung hatte sich zunächst für eine Gemeinschaftsschule ausgesprochen, dazu jedoch keine Mehrheit gefunden. Das Element des "längeren gemeinsamen Lernens", das auch zentrales Element im Konzept der Gemeinschaftsschule war, bleibt erhalten: Die Sekundarschule soll die Klassen fünf bis zehn umfassen, im fünften und sechsten Schuljahr sollen die Kinder gemeinsam lernen.

Den Schülern stehen alle Abschlüsse offen. Sekundarschulen sollen mit Gymnasien, Real- und Gesamtschulen sowie Berufskollegien kooperieren. Die Klassen sollen kleiner sein als in diesen Schulformen.

(NGZ)