Jüchen : Sekundarschule: Eltern gefragt

Ende September werden an die Eltern von Jüchener Viertklässlern die Fragebögen zur künftigen Schulwahl verschickt. Bei 75 Anmeldungen für die Sekundarschule könnte die neue Schulform eingerichtet werden.

"Sekundarschule" heißt weiterhin das Ziel der Gemeindeverwaltung: Zum einen entwickelt die pädagogische Steuerungsgruppe das pädagogische Konzept weiter, zum anderen werden Informationen, etwa als Info-Flyer, zur neuen Schulform gestreut. Bürgermeister Harald Zillikens betonte vor den Mitgliedern des Schulausschusses: "Wir wollen diese Schule".

Ein notwendiger Schritt dazu: die Elternbefragung. 75 Eltern müssen in einem Fragebogen erklären, dass sie ihren Nachwuchs an der Sekundarschule anmelden wollen. Fehlen Meldungen, dann wird es in Jüchen künftig nur noch eine Realschule und ein Gymnasium geben; denn der Rat hat die sukzessive Auflösung der Ganztagshauptschule Hochneukirch bereits beschlossen. Werden die geforderten Anmeldungen allerdings nur knapp unterschritten, könnte die Gemeinde auch eine Sondergenehmigung in Anspruch nehmen.

Im Zeitraum Ende September, Anfang Oktober werden die Fragebögen an die Eltern verschickt, die ausgefüllten Exemplare werden über die Grundschulen wieder eingesammelt. "Wir wollen eine möglichst hohe Rücklaufquote erreichen", so der Verwaltungschef. Auf den mit der Bezirksregierung abgestimmten Fragebögen sollen die Eltern ankreuzen, ob ihr Kind am Gymnasium, an der Real- oder an der neuen Sekundarschule unterrichtet werden soll.

"Sobald der Landtag die Beschlüsse zum neuen Schulgesetz gefasst hat, können auch wir in Jüchen die Entscheidungen zur Sekundarschule treffen", sagte Zillikens. Zunächst werde der Schulausschuss seine Empfehlung an den Rat abgegeben, ehe die Ratsmitglieder ihr Votum fassen. Wegen der Verabschiedung im Landtag sei die Sitzung des Schulausschusses auf den 22. November verlegt worden. "Unser Ziel ist es, noch 2011 die Sekundarschule zu beantragen", so Zillikens.

Hauptschule auf jeden Fall nutzen

Er nahm auch nochmals Stellung zu der kritisierten Entscheidung, künftig für die Fünft- und Sechstklässler der Sekundarschule die Räume der Hauptschule in Hochneukirch nutzen zu wollen: "Wir werden das Gebäude behindertengerecht ausstatten, etwa mit zwei Aufzügen, um die Anforderung an die Inklusion zu erfüllen."

Sollte eine Sekundarschule in Jüchen nicht zustande kommen, heißt das für Realschulleiter Georg Broens, dass er mehr Schüler aufnehmen muss. "Der Platz an der Realschule würde auch in diesem Fall nicht ausreichen. Auch dann würden wir das Gebäude in Hochneukirch nutzen müssen", sagte Harald Zillikens.

(NGZ/rl)