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Korschenbroich: Seelsorger ist begeisterter Koch

Korschenbroich : Seelsorger ist begeisterter Koch

Manfred Schmitz ist als Gemeindereferent der katholischen Kirche Korschenbroich im Einsatz. Ihm sind besonders die Kinder in der Gemeinde wichtig. "Sie sind für mich ein Ausgleich zur seelsorglichen Belastung", sagt Schmitz.

Manfred Schmitz ist seit 2003 Gemeindereferent der katholischen Kirche Korschenbroich und als solcher sehr gefragt in den Korschenbroicher Pfarrgemeinden. "Meine Aufgaben sind sehr vielfältig und reichen vom Predigtdienst über den Kinderchor in Pesch bis hin zum Rat der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG)", erzählt der 52-Jährige. "Diese Abwechslung und Vielfalt gefällt mir sehr an dem Beruf."

Am meisten liebt er jedoch die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen der Gemeinden. "Sie sind so direkt und unverstellt und ich kriege so viel von ihnen zurück", schwärmt Schmitz. Daher findet man in der langen Liste seiner Aufgaben viel von seiner Leidenschaft wieder: Kinderkirche und Kleinkindergottesdienste, Leitung der Erstkommunionvorbereitung, Schulgottesdienste sowie Seelsorge in Kindergärten und Schulen gehören zu seinen liebsten Aufgaben. Auch die Kontaktstunden in Grundschulen macht er gern. "Das Verhältnis zwischen den Kindern und mir ist ein anderes als zwischen ihnen und einem Lehrer. Das ermöglicht es mir, näher an ihr Leben heranzukommen, um besser auf sie persönlich und individuell einzugehen", erklärt Manfred Schmitz.

Es gibt immer drei Themen, mit denen er die Gespräche mit Jugendlichen lebhaft gestaltet. Zunächst fragt er, wie es ihnen geht. "Sie können mir alles erzählen, was sie beschäftigt, und darauf gehen wir ein", sagt er. Dann erzählt er ihnen vom Jahreskreis der Kirche, also immer aktuell, was gerade ansteht. "Dann folgt eine Geschichte, die immer mit dem Leben und ihnen selbst zu tun hat, so dass sie im Laufe der Zeit merken, dass Leben mit dem Glauben, und der Glaube immer mit dem Leben zu tun hat."

Der studierte Religionspädagoge und Theologe kümmert sich aber nicht ausschließlich um die Kleinen in der Gemeinde, sondern auch die Erwachsenen kommen bei ihm nicht zu kurz. Besonders in der Seelsorge hat er seine Begabung entdeckt. "Mein Mentor hat mir damals ein Sprüchlein mit auf den Weg gegeben, das ich auch nach 25 Jahren im Dienst immer noch befolge: 'Weine mit den Weinenden, freu dich mit den Frohen und trauere mit den Traurigen.'" Dieses Motto hat Schmitz stets beherzigt.

"Ich habe gemerkt, dass ich gut mit Menschen umgehen kann und auch das Leid anderer gut aushalten kann", meint der 52-Jährige, der mit diesem Wissen eine dreijährige Zusatzausbildung zum Psychiatrie-Seelsorger absolviert hat. "Das kann ich allerdings auch nur gut meistern, weil ich durch die Kinder immer einen Ausgleich habe, der mich entlastet", sagt Schmitz offen. Eine weitere Stärke: Er ist leidenschaftlicher Koch. "Ich habe schon mein Studium durchs Kochen finanziert", schmunzelt Schmitz.

(NGZ)