SCK verliert drei Akteure und Topspiel. Siege für Holzheim und Jüchen

Fußball : SCK verliert drei Akteure und das Spiel

Beim Comeback von Trainer Georg Krahwinkel hält der VfL Jüchen/Garzweiler dem Druck im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga stand. Ersatzgeschwächte Holzheimer SG macht beim Tabellenführer einen 1:3-Rückstand wett.

Nach zuvor sechs Spielen ohne Sieg meldet sich Jüchen im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga mit dem deutlichen Sieg im Kellerduell zurück und verlässt die Abstiegsplätze. Holzheim baut seine Serie aus.

Düsseldorfer SC 99 – VfL Jüchen/Garzweiler 1:6 (1:2).  Das zweite Comeback von Georg „Jolo“ Krahwinkel auf dem Jüchener Trainerstuhl begann denkbar unglücklich: In der zehnten Minute ließ Keeper Dominik Lingweiler, der erst in der zweiten Hälfte zu großer Form auflief,  einen harmlosen und ewig in der Luft hängenden Freistoß von Bojan Katic durch die Finger gleiten. Doch noch im ersten Abschnitt bediente Sven Raddatz den reaktivierten Danny Hepner, der mit seinem Volleyschuss aus kurzer Entfernung zum 1:1 (32.) seinen Torriecher unter Beweis stellte. Und nur fünf Minuten später hatten die Gäste das Kellerduell komplett gedreht: Nach einem energischen Vorstoß über die rechte Außenbahn ging Kosta Jamarishvili im Zweikampf mit DSC-Kapitän Patrick Njangue im Strafraum zu Boden. Mit dem fälligen Elfmeter scheiterte Yannick Peltzer zunächst an Schlussmann Laurin Beer, im Nachschuss war der Capitano aber erfolgreich. Es kam sogar noch besser für den VfL: Kurz nach Wiederbeginn netzte erneut Hepner per Kopf zum 3:1 (47.) ein. Damit war der Widerstand des Schlusslichts gebrochen. In der Folge erhöhten Sven Raddatz (55.) und Michael Kersten auf 5:1 (60.). Dass sich Jamarishvili daraufhin nach einem verbalen Disput mit einem Gegenspieler die Rote Karte einhandelte, drückte allerdings arg auf die Stimmung. „Das tut uns sehr weh“, sagte Vorsitzender Christoph Sommer. Peltzer machte mit dem 6:1 (86.) das halbe Dutzend voll und Sommer resümierte: „Wir haben auch nach dem 0:1 nicht die Nerven verloren und unsere Tore wunderschön herausgespielt. Das war ein erster Schritt.“

Cronenberger SC – Holzheimer SG 3:3 (1:0). Auch im fünften Match hielt die Serie des stark ersatzgeschwächt angetretenen Aufsteigers. Beim Tabellenführer ging die nach dem abermaligen krankheitsbedingten Ausfall von Chef-Coach Guido van Schewick wieder von Co-Trainer David Rodriguez betreute Mannschaft trotz heftiger Gegenwehr mit einem Rückstand in die Kabine. Nach einem durchdachten Angriffszug des Spitzenreiters markierte Ercan Aydogmus seinen 35. Saisontreffer. Aber auch der Außenseiter hätte treffen können, Bozidar Mestrovic scheiterte am Innenpfosten. Den Ausgleich erzielte der eingewechselten Furkan Yalcin dann nach einer Ecke von Tim Nilgen (55.). Wie schon vor Wochenfrist beim 4:4 gegen St. Tönis sah die HSG nach den Gegentreffern von Sercan Er und Tarkan Türkmen zum 1:3 schon wie der sichere Verlierer aus, doch mit zwei Standards sorgte Tom Nilgen noch für den Ausgleich: Zunächst zirkelte er den Ball nach einem (verbotenen) Rückpass aus sieben Metern irgendwie ins Netz (70.), dann hämmerte er die Kugel unhaltbar für Damir Ivosevic ins linke Toreck (85.). „Und wenn es optimal läuft, schießen wir sogar noch das 4:3“, wollte Rodriguez mit Blick auf die abschließende Großchance von Sana Saidykhan gerne festgehalten wissen. Glücklich war er natürlich trotzdem: „Das war überragend heute.“

TVD Velbert – SC Kapellen 1:0 (0:0). Die Niederlage im Topspiel ließ Jörg Ferber fassungslos zurück: „Was hier abgelaufen ist, ist eine absolute Frechheit“, bilanzierte der Sportliche Leiter des SCK mit einem bösen Blick auf das von Marcel Schuh (Remscheid) angeführte Schiedsrichtergespann. Ließ er die Gelb-Rote Karte für Nils Dübbert (Foulspiel) noch gelten, brachten ihn die weiteren Entscheidungen der Unparteiischen mächtig auf die Palme: „Knallrot gegen Nils Mäker geht gar nicht – das war maximal Gelb.“ Als Marc Paul in der Nachspielzeit bei Schuh die Berechtigung des dem Siegtreffer von Maik Bleckmann vorangegangenen Eckballs  anzweifelte und dafür ebenfalls mit der Ampelkarte vom Feld musste, konnte Ferber überhaupt nicht nachvollziehen. „Zumal er recht hatte, das war keine Ecke, sondern Abstoß für uns. Unfassbar, dass er die Mannschaft noch benachteiligt, die schon mit zwei Mann weniger spielt.“ Die Niederlage hat für Kapellen gravierende Folgen. Ferber: „Jetzt muss schon ein kleines Wunder passieren, dass wir noch eine Chance im Aufstiegskampf bekommen.“