Fußball : SCK sieht sich als Außenseiter

Obwohl Kapellen in der vergangenen Saison beide Duelle mit TuRU Düsseldorf gewann und in der Tabelle der Oberliga vor den Oberbilkern steht, stapelt Trainer Markus Anfang tief: "Wir sind ein kleines Licht in der Liga."

Kapellen Seit Saisonbeginn spielen die Oberliga-Fußballer des SC Kapellen am Anschlag, "jagt ein Spitzenspiel das nächste", sagt Co-Trainer Klaus Schütz. Und auch wenn es nach vier Siegen zum Auftakt am vergangenen Freitag in Wuppertal die erste Niederlage gesetzt hatte, steht gleich ein weiteres Topspiel auf dem Programm: Am Sonntag stellt sich mit TuRU Düsseldorf einer der ernsthaften Aufstiegskandidaten im Erftstadion vor.

Offiziell hat Trainer Frank Zilles als Saisonziel zwar nur einen Platz unter den ersten Sechs ausgegeben, doch zuletzt ließen die Oberbilker die Muskeln spielen. Als (vorläufige) Krönung einer Serie von vier Partien ohne Niederlage fegte das Team um den Ex-Büdericher Oliver Thederahn am fünften Spieltag die Sportfreunde Hamborn 07 mit 4:0 vom Platz. Mit dabei auch wieder Torjäger Miguel Lopez-Torres (30), zum überaus gelungenen Einstand Vorbereiter des 2:0 und Schütze des 3:0. Mit Blick auf den qualitativ gewohnt üppig ausgestatteten Kader seines Kollegen wird SCK-Trainer Markus Anfang geradezu kleinlaut: "Wir sind in diesem Spiel in keinster Weise Favorit — wir sind klarer Außenseiter." Von seiner einmal gefassten Meinung bringt ihn auch nicht der zarte Hinweis auf die vergangene Saison ab, in der Kapellen die Düsseldorfer in mitreißenden Darbietungen jeweils mit 2:0 bezwungen hatte. "Das war eine andere Saison, eine andere Situation und sogar eine andere Liga", stellt er nicht zum ersten Mal fest.

Nicht unbedingt Mut macht der Blick aufs Personal: Stephan Wanneck kann zwar mit seinem in Wuppertal erlittenen Netzhauteinriss am Auge auflaufen, doch dafür fallen jetzt auch noch Abwehrmann Ruben Reichel — wie schwer dessen Knieverletzung ist, soll sich in einer Kernspintomographie zeigen — und der gerade erst wieder halbwegs einsatzfähige Routinier Lars Schuchardt aus. Schneller als geplant könnte darum der als Perspektivspieler verpflichtete Nail Mazlumovski (kam vom Landesligisten 1. FC Mönchengladbach) in den Kader rutschen.

Obwohl er in der Viererkette dringend benötigt wird, soll der in dieser Saison verletzungsbedingt noch gar nicht eingesetzte Sükrü Ak noch geschont werden. Immerhin steht Patrick Becker nach seinem Kurzurlaub wieder zur Verfügung.

Die 0:1-Schlappe in Wuppertal ist derweil aufgearbeitet. "Klar, die war ärgerlich, ein Punkt wäre insgesamt dicke drin gewesen", sagt Schütz, "aber wir haben da ja kein schlechtes Spiel abgeliefert". Um ein derartiges Negativerlebnis am Sonntag zu vermeiden, "müssen alle an ihre Grenzen gegen", fordert er. Anfang drückt es so aus: "Wir sind ein kleines Licht in der Liga, aber wir knipsen es immer wieder an."

(NGZ/url)