Fußball : SCK lässt es zu locker angehen

Nach dem 2:2 von Kapellens Niederrheinliga-Fußballern bei den Sportfreunden Hamborn war Trainer Markus Anfang keineswegs zufrieden mit seiner Elf. "Wir haben nicht so diszipliniert gespielt, wie wir das können", monierte er.

Kapellen Für Freunde ungebremster Offensivfreunde geriet das Duell zwischen den mit Macht um die Qualifikation zur Oberliga Niederrhein kämpfenden Sportfreunden Hamborn und dem SC Kapellen zum Fußball-Fest. Bedeutend weniger Spaß am 2:2 (Halbzeit 0:1) hatte dagegen SCK-Trainer Markus Anfang. "Das Spiel hätte auch 6:5 für uns, 6:5 für Hamborn oder 5:5 ausgehen können", sagte er leicht ungehalten. Das Trommelfeuer an besten Torchancen vor beiden Gehäusen empfand er bestenfalls als nervenaufreibend. "Als Trainer gefällt dir so etwas natürlich nicht. Wir haben nicht so diszipliniert gespielt, wie wir das können."

Michel Tißen hatte die Hausherren kurz vor der Pause in Führung gebracht. Die Kapellener Angriffsbemühungen waren erst im zweiten Abschnitt von Erfolg gekrönt. Nach einer von Sven Raddatz ausgeführten Ecke mit anschließendem Kopfball von Benny Schütz reagierte der aufgerückte Ruben Reichel am schnellsten und drückte die Kugel aus dem Gewühl heraus zum Ausgleich über die Linie. Nur zwei Minuten später kombinierten sich die Gäste gekonnt in den Hamborner Strafraum, wo der durchgestartete Sven Raddatz den Querpass von Frederik Leufgen zum 2:1 nutzte. "Ein Tor wie aus dem Lehrbuch", schwärmte Anfang. Danach wähnte er seine Schützlinge eigentlich klar im Vorteil, "trotzdem kassieren wir das 2:2". In dieser Szene agierte der SCK zu allem Überfluss in Unterzahl, da sich der angeschlagenen Kevin Scholz an der Seitenlinie einer Behandlung unterzog.

In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Hamborner, die im Fernduell mit Bösinghoven um Platz 13 dringend einen Sieg benötigten, stürmten mit Mann und Maus nach vorne, scheiterten aber immer wieder am starken Stefan Offermann im Kasten der Gäste. Den sich bietenden Raum nutzten auch die von allem Qualifikationsdruck befreiten Kapellener zu brandgefährlichen Attacken. So liefen Sven Raddatz, Kevin Scholz und Ede Ungefug mit dem Ball alleine Richtung Tor, fanden aber jeweils in SF-Keeper Björn Blättermann ihren Meister.

Die verpasste Siegchance grämte den Trainer allerdings nur kurz. Er war mit seinen Gedanken schon wieder beim Kreispokalfinale am Donnerstag in Büttgen gegen die Holzheimer SG (15 Uhr).

(NGZ)