Fußball : SCK gleicht einem Lazarett

Aufgefallen Knapp vier Wochen vor dem Ende der Winterpause hat es den Niederrheinligisten aus Kapellen wieder mal voll erwischt. Gleich acht seiner Fußballer plagen sich mit teilweise langwierigen Verletzungen herum.

Kapellen Die Vorbereitung auf die am 26. Februar mit dem Heimspiel gegen den Wuppertaler SV Borussia II fortgesetzte Punktspielrunde hat für die Fußballer des SC Kapellen gerade erst begonnen, da wird der Niederrheinligist erneut von kolossalen Personalsorgen geplagt. Fast eine halbe Mannschaft liegt auf Eis.

Lars Schuchardt Der torgefährliche Routinier setzt mit entzündetem Sprunggelenk erst mal für acht bis zehn Tage komplett aus. "Wir versuchen, das Problem mit Medikamenten in den Griff zu bekommen", erklärt SCK-Trainer Markus Anfang.

Simon Kozany Der Abwehrmann hatte sich im ersten Testspiel gegen Viktoria Köln das Knie verdreht. Am Sonntag stand "leichte funktionelle Laufbelastung" auf dem Plan. Anfang: "Danach klagte er wieder über ein instabiles Gefühl im Knie."

Benny Schütz Auch 15 Wochen nach seiner Operation am gerissenen Innenmeniskus im Knie ist an einen aktiven Einsatz nicht zu denken. Nun soll eine Kernspintomographie für Aufklärung sorgen.

Alexander Sitter Ohne gegnerische Einwirkung hat sich der so schussgewaltige Kicker im Training den linken Mittelfuß gebrochen. Der Arzt verordnete ihm daraufhin vier Wochen Gips.

Valentin Rittmann Trotz langer Pause, mehr als leichtes Lauftraining ist für den Defensivspezialisten nicht drin. Die von einem Fersensporn hervorgerufene Entzündung der Achillessehne hatte zu erheblichen Schmerzen geführt.

Patrick Wesoly "Für ihn gilt im Prinzip dasselbe wie für Valentin Rittmann", sagt Anfang. Spezielle Einlagen sollen Abhilfe schaffen.

Martin Hermel Erlitt im ersten Training vor gut einer Woche einen Bänderriss im Sprunggelenk.

Eduard Ungefug Klagte vor dem Testspiel gegen Viktoria Köln plötzlich über Knieschmerzen. "Vielleicht ist der Außenmeniskus gequetscht", vermutet Anfang. Für Donnerstag ist eine Kernspintomographie angesetzt.

Der für ihn nicht neuen Situation begegnet der Coach offensiv. Bis auf Sükrü Ak (U19 Fortuna Düsseldorf) werde es keine Nachverpflichtungen geben. "Wir werden versuchen, das über den SC Kapellen, also mit eigenen Kräften, aufzufangen. Genau das hat uns ja in der Vergangenheit ausgezeichnet." Aus der Bezirksliga-Truppe ergänzt der in der Winterpause aus Uedesheim nach Kapellen zurückgekehrte Thivaskar Pharathithasan den Kader.

Mit Blick auf die kommenden Belastungen für seine junge Mannschaft bittet der Ex-Profi schon jetzt um viel Geduld. "Ich traue das den Jungs zu, ganz klar, aber das wird unwahrscheinlich viel Kraft kosten." Er stelle sich der Herausforderung, sagt er, würde aber gerne mal sehen, "was ich mit den Jungs schaffe, wenn alle an Bord sind".

(NGZ/rl)