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Fußball: SCK dreht erst nach der Pause richtig auf

Fußball : SCK dreht erst nach der Pause richtig auf

Als die Oberliga-Fußballer des SC Kapellen gegen den VfB Speldorf zur Pause mit 0:2 zurücklagen, hätte wohl niemand mehr einen Pfifferling auf die Gastgeber gegeben. Am Ende aber traf Patrick Becker noch zum verdienten 2:2-Ausgleich.

So richtig zufrieden waren die Fußballer des Oberligisten SC Kapellen nach 90 aufreibenden Minuten nicht mit dem 2:2-Unentschieden (Halbzeit 0:2) gegen den VfB Speldorf. Den Grund kannte Trainer Klaus Schütz: "Die Vielzahl der vergebenen Chancen ist schon ärgerlich."

Damit lag er sicher nicht falsch, genauso gut aber hätte seine Elf den Platz auch als Verlierer verlassen können. Denn in der ersten Hälfte waren die Gäste einfach präsenter und damit immer einen Tick eher am Ball als ihr Kontrahent. Dass sich der vermehrte Aufwand in Tore umschlug, lag freilich auch an den Gastgebern. Schütz fasste zusammen: "Beim 0:1 haben wir ja förmlich drum gebettelt, beim 0:2 segelt der unkontrollierte Kopfball von einem vielleicht 1,60 Meter großen Spieler irgendwie ins Tor." Auf dem Platz sah das wie folgt aus: In der elften Minute parierte SCK-Schlussmann Stefan Offermann zunächst großartig gegen den brandgefährlichen Carlos Penan. Auch den Kopfball von Ibrahim Er im Anschluss an den fälligen Eckstoß entschärfte er gekonnt, nur um dann – von seinen Teamkollegen schmählich im Stich gelassen – den Nachschuss von Blerton Balaj machtlos passieren lassen zu müssen. Dem 0:2 durch einen Kopfball des im Strafraum sträflich vernachlässigten Torjägers Carlos Penan war ein Freistoß von Mümin Aktürk vorausgegangen (14.).

Erst in der Folge schüttelten die ausgelaugt wirkenden Hausherren ihre unerklärliche Schläfrigkeit allmählich ab – und kamen durch Sükrü Ak und Sven Raddatz prompt zu ersten Einschussgelegenheiten. Bitter war allerdings der verletzungsbedingte Ausfall von Benny Schütz kurz vor der Pause.

Den zweiten Abschnitt eröffnete Georgios Madatsidis mit einer von VfB-Keeper Kevin Hillebrand entschärften Salve aus spitzem Winkel (47.). Kapellen machte nun Druck und zwang die nachlassenden Gäste zu Fehlern. So tat Aktürk dem in den Strafraum eingedrungenen Raddatz den Gefallen, ihn ohne Not von den Beinen zu holen (52.). Ede Ungefug verwandelte den fälligen Elfmeter selbstbewusst zum 1:2. Mit Ausnahme eines prächtigen Versuchs von Antonio Munoz-Bonilla und starker Parade Offermanns tauchte Speldorf danach nur noch selten gefährlich in Kapellens Hälfte auf. Auch die zahlreichen Kontermöglichkeiten verstrichen ungenutzt.

Der SCK schnürte die Gäste förmlich in deren Herrschaftsbereich ein, offenbarte beim Ausnutzen der herausgespielten Chancen jedoch größte Defizite. Wie zum Beispiel der alleine vor Hillebrand aufgetauchte Ungefug seine Möglichkeit in den Sand setzte, grenzte fast schon an Fahrlässigkeit (64.). Und so dauerte es bis zur 88. Minute, ehe der verdiente Ausgleich fiel. Nach einer Ecke von Alex Sitter und anschließendem Kopfball von Robin Kreis (hatte schon im Hinspiel in der 90. Minute das 2:2 erzielt) war Patrick Becker zur Stelle.

(NGZ)