Fußball : SCK bei angezähltem Gegner

Die Ratinger Germania ist im bisherigen Saisonverlauf der Fußball-Niederrheinliga deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Im Heimspiel gegen den SC Kapellen soll die Wende eingeleitet werden.

Für den früheren Oberligisten Germania Ratingen ist es schon fast ein natürlicher Anspruch, in der Fußball-Niederrheinliga oben mitzuspielen. Das klappt allerdings im bisherigen Saisonverlauf nicht besonders gut.

Mit gerade mal zwölf Punkten aus elf Spielen dümpelt die Truppe von Trainer Karl Weiß auf dem zwölften Platz herum. Nach zwei verlorenen Auswärtsspielen in Folge knüpfen die Ratinger allerdings große Hoffnungen an das Heimspiel gegen den SC Kapellen — an die Erftstädter haben sie gute Erinnerungen.

Denn auch, als die Germania in der vergangenen Saison eine schlechte Phase durchlebte, reiste der SCK im April als Aufbaugegner an. Damals gab es einen 4:1-Erfolg und aus den restlichen zwölf Partien noch satte 27 Punkte. Das reichte immerhin noch zu Platz vier in der Abschlusstabelle.

Warum es aktuell nicht so gut läuft, darüber wird in Ratingen intensiv gerätselt. Der Trainer beklagte zuletzt die fehlende Leidenschaft seiner Führungsspieler, Torhüter Marco Glenz spielte bislang unter seinen Möglichkeiten, Ausnahmespieler Daniel Rehag war zwischendurch vier Wochen rotgesperrt und es fehlt jemand, der regelmäßig Tore schießt. Ein Problem, das auch den Erftstädtern nicht fremd ist. Mit 14 Toren haben sie nur einmal mehr getroffen als die Ratinger, haben aber schon 18 Punkte auf dem Konto.

Ratingen zweimal beobachtet

Doch SCK-Trainer Markus Anfang ist weit davon entfernt, aus dieser Konstellation abzuleiten, auf seine Mannschaft könnten am Sonntag relativ leicht zu erbeutende Punkte zukommen.

Er hat die Germania in der laufenden Spielzeit gegen Bösinghoven und Sonsbeck schon zweimal beobachtet. "Eine athletisch sehr starke Mannschaft, die auch über viel individuelle Qualität verfügt", erklärt Anfang, der am Sonntag im Ratinger Stadion mit einem tiefen Boden rechnet. "Deswegen wird das ein Kampfspiel, in dem wir mit der richtigen Einstellung dagegen halten müssen, um erfolgreich sein zu können."

Nicht gerade rosige Aussichten für einige Spieler im Kader der Erftstädter, die sich angesichts der ohnehin angespannten Personallage schon länger mit Blessuren durchschlagen. Bei dem für die Offensive so wichtigen Sven Raddatz zum Beispiel bereiten seit geraumer Zeit die Adduktoren Probleme.

Alexander Sitter klagte schon vor dem Spiel gegen Wülfrath über Schmerzen im Sprunggelenk, wurde aber trotzdem eingewechselt. Und Robert Niestroj spielte trotz seiner Beschwerden im Fuß komplett durch. Markus Anfang hofft inständig, dass ihm das Trio auch am Sonntag gegen Ratingen wieder zur Verfügung steht. Auch deshalb verordnete er seiner Mannschaft am vergangenen Dienstag Trainingsfrei.

(NGZ)