Lokalsport: SCK bedankt sich bei höheren Mächten

Lokalsport: SCK bedankt sich bei höheren Mächten

Mit seinem Freistoß sichert Max Steinebach dem Kapellener Fußball-Landesligisten in der Nachspielzeit den 1:0-Sieg.

Am Ende konnten sie in Kapellen endlich wieder lachen. Nachdem Max Steinebach den SCK mit seinem durchgerutschten Freistoß in letzter Sekunde - Schiedsrichter Benjamin Keck pfiff sofort nach dem Einschlag ab - zum 1:0-Sieg gegen den ASV Süchteln schoss, atmete Trainer Oliver Seibert tief durch und zeigte erleichtert gen Himmel.

"Ich habe ja schon vor dem Spiel gesagt, dass ich an das Schicksal glaube. Wir haben auch heute wieder 90 Minuten gearbeitet. Und wenn ich sehe, wie dieser Freistoß in der Nachspielzeit dann im Tor landet, dann glaube ich, dass uns der da oben heute endlich mal belohnen wollte", sagte der Coach. Ob und in welcher Form höhere Mächte am Zustandekommen des ersten Kapellener Landesligasieges nach vier Pleiten in Serie beteiligt waren, sei an dieser Stelle mal offen gelassen. Jedenfalls war er gleichermaßen glücklich wie verdient. Denn die scharfe Hereingabe von Joker Steinebach aus 30 Metern war eigentlich als Freistoßflanke gedacht, wurde aber von keinem der fast allesamt im Strafraum versammelten 20 Feldspielern mehr berührt und landete im langen Toreck. ASV-Torwart Philipp Grefkes sah dabei zwar schlecht aus, konnte allerdings auch erst im letzten Moment reagieren. Dass es den Freistoß in der 92. Minute aber überhaupt gab, resultierte aus einer überlegen geführten zweiten Kapellener Hälfte, in der vor allem über Robert Wilschrey auf dem rechten Flügel viel Betrieb herrschte und mehrere Möglichkeiten entstanden. Die beste vergab der umtriebige Stürmer Dennis Schreuers, der auch den entscheidenden Freistoß herausholte, nach 61 Minuten, als Grefkes seinen harten Schuss ins kurze Eck parierte.

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Viel Spektakel bekamen die 100 Zuschauer im kalten Erftstadion ansonsten nicht geboten, weil die physisch dominanten Gäste um Kapitän Eric Bongartz Kapellen wenig Raum ließen. Der SCK mühte sich zwar und hatte auch wesentlich mehr vom Spiel, eine glasklare Torchance sprang dabei aber nicht heraus. Hätten der ASV seine Konter über den schnellen Samy Forestal besser ausgespielt, wäre der Treffer vielleicht sogar auf der anderen Seite gefallen. "Das war heute ein Arbeitersieg, der für mich so in Ordnung geht", fand Seibert, der bei seiner Elf, die im letzten Heimspiel gegen Nettetal mit 0:7 unterging, in der schwachen ersten Hälfte noch Nervosität bemerkte: "Wir waren in der Anfangsphase ein bisschen unsicher, was aber normal ist, wenn du viermal verloren und dir sogar einmal richtig eine eingefangen hast. Die Mannschaft, die sich in Situation nichts anmerken lässt, will ich erst mal sehen." Spannend wäre vor diesem Hintergrund sicherlich gewesen, wie der SCK auf einen erneuten Rückschlag reagiert hätte. Die kalte Dusche hätte es schließlich schon nach nicht mal einer gespielten Minute geben können, als ASV-Stürmer Nando di Buduo mit seinem Kopfball die Latte traf, dabei aber ohnehin knapp im Abseits stand. "Für uns ist es ganz wichtig, dass heute endlich mal wieder die Null stand", sagte Seibert.

In der Tabelle hält sich Kapellen die Süchtelner damit vom Leib und behauptet den fünften Tabellenplatz. Vor dem schweren Gastspiel beim formstarken Verfolger 1. FC Mönchengladbach ist der SCK-Coach daher erleichtert: "In das direkte Duell mit Mönchengladbach wären wir sehr ungern mit fünf sieglosen Spielen gegangen."

(NGZ)