Fußball : SCK bangt ums Personal

Am Mittwoch empfängt der Fußball-Oberligist den Cronenberger SC. Vor dem Nachholspiel gab es ein klärendes Gespräch mit der Mannschaft.

Für den SC Kapellen gehen die englischen Wochen in der Fußball-Oberliga am Mittwoch (Anstoß 19.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den vom Abstieg bedrohten Cronenberger SC weiter. Doch für bedeutend größeren Wirbel sorgen die Personalplanungen des Interimsvorstandes um Peter Kempermann.

Sind die seit Wochen ums Erftstadion geisternden Gerüchten nur zur Hälfte wahr, verliert der Verein am Saisonende nicht nur Trainer Klaus Schütz, sondern auch extrem wertvolles Personal. Am Sonntag nach dem 3:0-Heimsieg über Hamborn stand jedenfalls ein klärendes Gespräch mit der Mannschaft auf dem Plan. Eine ganz offensichtlich längst überfällige Zusammenkunft, sollen sich die ersten Spieler doch schon mit der Konkurrenz einig sein. Viel spricht zum Beispiel dafür, dass sich die in Kapellen ausgebildeten Patrick Becker und Benjamin Schütz dem wesentlich potenteren Ligarivalen TuRU Düsseldorf anschließen werden. Aus berufs- oder studientechnischen Gründen könnten auch Kapitän Sven Raddatz, sein Stellvertreter Robert Niestroj sowie Stammkeeper Stefan Offermann ihr Engagement für den SCK stark einschränken oder sogar beenden. Definitiv nicht mehr zur Verfügung stehen Dirk Caspers, der seine lange Fußballkarriere auslaufen lässt, und Marcel Koch, den es nach Abschluss seiner Ausbildung zum Bankkaufmann zum Studium in die Schweiz zieht. Ein dickes Fragezeichen steht auch hinter dem Verbleib von Kevin Scholz.

Dem scheidenden Trainer passt die ungeklärte Lage ganz und gar nicht. Um seine Jungs vernünftig aufs Saisonfinale vorbereiten zu können, stünden ganz entschieden zu viele "Wenns" im Raum, sagt er. An der brodelnden Gerüchteküche erkenne man, "warum die Spieler den Kopf nicht frei für Fußball haben". Und weil er das ausgesprochen schade findet, hofft er, "dass wir nach dem klärenden Gespräch am Sonntag diese Saison endlich genießen können".

Grund dazu ist ausreichend vorhanden, schließlich belegt Kapellen Rang drei und könnte bei einem Rückstand von gerade mal zwei Punkten auf TuRU Düsseldorf sogar noch die Vizemeisterschaft einbringen. Mit dem 3:0 gegen Hamborn gelang am Sonntag immerhin die Wiedergutmachung für den restlos misslungenen Auftritt in Hönnepel (0:4). "Da war eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen", sagt Schütz, der am Montag auf das gleiche Spielerreservoir zurückgreifen kann wie am vergangenen Spieltag. Cronenberg, aktuell als 16. auf dem ersten Abstiegsrang platziert, kämpft um jeden Punkt. Darauf hat Schütz seine Kicker vorbereitet. Mit dem Glück ist die von Markus Dönninghaus trainierte Truppe indes nicht im Bunde — am Sonntag kassierte der CSC gegen Fischeln in der vierten Minute der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich. Das Hinspiel war mit 2:0 an Kapellen gegangen.

(NGZ/ac)