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Hockey: Schwarz-Weiß sieht sich als starker Außenseiter

Hockey : Schwarz-Weiß sieht sich als starker Außenseiter

Nach der durch die Champions Trophy bedingten Pause geht's bei den Hockey-Herren weiter: Heute empfängt SW Neuss den Crefelder HTC.

Eigentlich hatte Hockey-Erstligist HTC Schwarz-Weiß Neuss die zweiwöchige Auszeit nutzen wollen, um sein Personal auf Vordermann zu bringen. Stattdessen verwaltete Trainer Andreas Bauch den Mangel. "Wir haben nicht einmal komplett trainiert", klagt er. Trotz der von Verletzungen und Krankheiten begleiteten Vorbereitung sieht er seine Schützlinge heute Abend im Heimspiel gegen den Crefelder HTC (20 Uhr, Stadionhalle) aber nicht chancenlos. "Wir sind Außenseiter, aber wenn wir unsere Leistung bringen, sind wir nur schwer zu schlagen."

Im dem gegen Neuss noch geschonten Patrick Schmidt, mit der deutschen Nationalmannschaft gerade Sechster bei der in Melbourne ausgetragenen Champions Trophy geworden, Felix Klein, Alan Butt (mit sechs Treffern bester Torjäger im Westen), Olympiasieger Linus Butt und dem Neusser Tim Blasberg ist Krefeld auch ohne Routinier Till Kriewet und Goldjunge Oskar Deecke erstklassig besetzt. "Das ist ein harter Brocken", weiß Bauch. Allerdings hat der Deutsche Hallenmeister von 2007 nach zwei Spielen auch erst einen Punkt auf seinem Konto. Bemerkenswert: Sowohl beim 5:5 zum Auftakt in Düsseldorf (5:2) als auch bei der 6:7-Heimniederlage gegen Uhlenhorst Mülheim (5:3) lag das von Matthias Mahn (46) trainierte Team zur Halbzeit vorne.

Da die Westgruppe fast ausschließlich mit Hochkarätern besetzt ist — fünf Erstligisten plus der ungeschlagene Zweitliga-Tabellenführer Schwarz-Weiß Neuss —, hat es sich Bauch längst abgewöhnt, auf die personelle Ausstattung der Konkurrenz zu gucken. "Die Namen interessieren mich gar nicht mehr", versichert er. Er widmet sich lieber seiner Truppe. "Die ist gut genug, um den Klassenerhalt zu schaffen." Als Beleg dient ihm das 6:6 beim Gladbacher HTC im letzten Match vor der Pause. "Da waren wir schon nah dran." Eine starke Vorstellung hatte dabei der junge Lennard Leist (20) im Neusser Kasten geboten. Der Ex-Gladbacher hütet auch heute Abend das Tor, denn der erfahrene Martin Wagner fällt mit einer in der ersten Partie gegen RW Köln (6:14) erlittenen Beckenprellung aus. Ansonsten können die Hausherren wohl aus dem Vollen schöpfen, auch der zuletzt mit schwerer Erkältung flachliegende Goalgetter Sebastian Draguhn (vier Treffer) ist wieder fit.

Das ist gut, denn bis Weihnachten stehen für die Neusser noch drei weitere Spiele auf dem Programm: Am Samstag (18 Uhr) geht es zum Düsseldorfer HC, am Dienstag (18. Dezember) im Rückrundenauftakt zum Deutschen Meister Rot-Weiss Köln (20 Uhr). Das Sportjahr endet für den HTC erst am 22. Dezember mit dem höchst brisanten Gastspiel des Gladbacher HTC an der Jahnstraße (16 Uhr).

(NGZ/ac)